Das alte Doğanbey Dorf - Domatia

Das alte Doğanbey Dorf - Domatia

Während unseres Besuchs bei Freunden in Didim hatten wir die Gelegenheit, einige interessante Plätze in der Nähe der touristischen Ortschaft von Didim zu sehen.

Wir hörten von einem griechischen Dorf mit alten Natursteinhäusern,  das wir uns ansehen wollten. Nach dem Passieren der antiken Stadt von Miletos, hält man sich, anstatt nach rechts in Richtung Söke weiter zu fahren, links in eine kleine seitliche Straße mit dem Wegweiser Doğanbey  und dann den Zeichen folgend führt die Landstraße zum Dorf Doganbey. Nach einigen Nachfragen bei lokalen Anwohnern konnten wir  unseren Zielort erreichen.

Das Dorf von Doğanbey, das zu griechischer Zeit Domatia genannt wurde und bis zum Bevölkerungsaustausch von 1924 von Griechen bevölkert war, liegt in einem Tal des Nationalparks auf der Dilek Halbinsel. Heute ein wunderschön restauriertes Dorf mit vielen der alten Steinhäuser, die für die ehemaligen griechischen Orte so typisch sind. Das Dorf überblickt das Ägäische Meer und das Menderes Flussdreieck mit einer atemberaubenden Aussicht auf Berge und Meer. Gleich hinter der Kette der Samson Berge liegt das Dorf Davutlar nahe dem bekannten Erholungsort von Kuşadası.

Einige der  alten Steinhäuser im Dorf werden gerade erneuert. Das Dorf besitzt eine Besucherzentrale mit Museum, um während der Sommerperiode Informationen an die Besucher zu vermitteln. Das Personal des Infomuseums steht in Fragen der Umwelterziehung durch die eigenen Werkstätten allen Bewohnern der Region zur Verfügung. Vergessen Sie die Hektik des normalen Geschäftsleben für einen Augenblick und verbringen Sie einige Zeit damit durch dieses reizende Dorf zu spazieren und lassen Sie sich durch die Architektur der Gebäude und die aufgewendete Liebe und Sorgfalt bei der Wiederherstellung beeindrucken, mit der alle die Details in den Gehwegen und den Eckpunkten der Gebäude gearbeitet sind. 

Das Dorf trägt noch heute die Spuren der letzten Zivilisationen. Die Türken, die aufgrund des Bevölkerungsaustausches aus Saloniki kommend, sich im Dorf niederlassen wollten, stellten schon bald Grenzen in der Expansion fest und siedelten sich weiter unten im Tal neu an. Ein neues Dorf  (Yeni Doğanbey) wurde gegründet, damit man nahe bei den zu bewirtschaftenden Feldern sein konnte. 

Tipp: Der schmale Weg führt über eine steinerne Brücke, halten Sie sich rechts des Weges, denn der linke Weg führt zum neuen Teil des Dorfes. Direkt am Eingang zum Dorf befindet sich eine Galerie, die auch das Informationszentrum in sich birgt. Kleinere Kunstgegenstände, wie z.B. Abbildungen der unter Naturschutz stehenden Seerobbe, können Sie hier erwerben.

Sollten Sie während Ihres Besuchs in Doğanbey hungrig geworden sein, fahren Sie wieder zurück zur Hauptstraße und weiter durch das Naturschutzgebiet vorbei am Fischerort des neuen Doğanbey. Hier finden Sie gute Fischrestaurants. Fahren Sie weiter, gelangen Sie zu einem anderen Fischrestaurant, wo Sie Fisch nach Kilo bezahlen und aussuchen können und vorzugsweise dazu Vorspeisen, die bekannten Mezze wählen können. Vom Busbahnhof Söke aus gibt es einen Minibus, der direkt nach Atburgaz- Doğanbey fährt, ein Ausflug mit dem Auto oder mit einer Reiseagentur ist für den schüchternen, sprachunkundigen Besucher aber eher zu empfehlen.

Die Ebene von Söke war in vorchristlicher Zeit mit dem jetzigen Bafasee als Meeresbucht verbunden. Eine der schönsten Städte von Ionien, die griechische Ruinenstadt Priene, ist damals am Ufer erbaut worden, das Meer von Terassen und Hängen aus überblickend. Heute, nach vielen Jahrhunderten der Veränderung in der Landschaft ein flaches Sumpfgebiet. Auf Ihrem Rückweg sollten Sie nicht versäumen das antike Priene zu besichtigen.

Bafa See - Zwischenstopp zur Uferbetrachtung

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