Oymapınar Damm - Eine Kanutour zum Quellfluss

Oymapınar Damm - Manavgat

Der Oymapinar Damm, der in ungefähr 18 Kilometer Entfernung vom Stadtzentrum Manavgat liegt, ist der drittgrößte Staudamm in der Türkei und wird heute auch als Naherholungsziel für Einheimische und Gäste genutzt.

Er ist der größere der beiden Dämme, die am Manavgat Fluss gebaut worden sind. Der Oymapinar Damm wurde speziell zur Gewinnung von elektrischer Energie in den Jahren von 1977 bis 1984 gebaut.

Fast am Ende der Oymapinar Straße gelangen Sie nach Durchfahrt durch das Sperrtor in das Gelände der Alternativ Tourismus Region Oymapinar. Sie gelangen auf einer allerdings etwas holprigen Strasse entlang des Flusses zu einer Brücke, die zu überqueren ist. Danach erfolgt nach Weiterfahrt links auf die Auffahrt zur Dammkrone, wo wir bei einem früheren Besuch die Möglichkeit zur Beobachtung einer Sonnenfinsternis hatte.

Kraftwerk Oymapinar Staudamm

b_450_450_16777215_00_images_turkey_turkish_riviera_side_manavgat_oymapinar-dam-2.JPGAufbauend auf den weit in den Untergrund des verschlungenen Tals reichenden Fundamenten wurde der Damm komplett in Betonbauweise errichtet, wobei zusätzliche Dichtungsmittel eingesetzt wurden. Die Höhe der Dammkrone beträgt, gerechnet ab der Fundamentoberkante, fast genau 185 Meter, die Länge des Damms beträgt 360 Meter. Mit einer Staukapazität von etwa 300 Millionen m3 Wasser  erreicht der Stausee eine Fläche von ca. 47 km2. Die durchschnittliche Tiefe des Stausees beträgt mehr als 100 Meter. Im Jahr produzieren die Turbinen am Damm etwa 1,62 Billionen Kilowatt.

Die Region Alternative Touristik Oymapınar gehört zu den Gebieten, die man als Tourist gesehen haben sollte. Alle Besucher werden von der umgebenden Szenerie der hohen Taurus Bergketten begeistert sein, zumal es zahlreiche Ausflugsschiffe auf dem Stausee gibt. Auch einige Restaurants locken mit kulinarischen Köstlichkeiten.

Zusammen mit einigen Freunden hatten wir uns zu einer Kanutour auf dem Oymapinar Stausee entschlossen, der uns bis in die Seitentäler und damit zum Einflusspunkt des Manavgat Flusses in den Stausee führen sollte. Neben unserem aufblasbaren Gumotex Palava begleiteten uns auch zwei Hartschalenboote, die später allerdings für nasse Hosen sorgten, soviel Wasser war doch eingedrungen. Entspannt und locker ging es zunächst über den Stausee hinein in das Seitental.

Eine Kanutour durch die Schluchten zum Quellgebiet des Manavgat

b_450_450_16777215_00_images_turkey_turkish_riviera_side_manavgat_oymapinar-dam-3.jpgZunächst an steilen Felsen entlang gab es eine Vielzahl von interessanten Begegnungen unterwegs. So stießen wir auf einige Höhlen, dann auf eine Vielzahl abgestorbener Baumriesen, die teilweise noch hoch aus dem Wasser aufragten. Dann wiederum gab es interessantes Treibgut, so auch etliche Fotomotive, das die Zeit wie im Flug verging. Natürlich hatten wir für etwas Verköstigung unterwegs genutzt, so gestalteten wir ein zünftiges Piknik als wir am Ziel der Exkursion angekommen waren, dem Einflusspunkt des Manavgat Flusses in den Stausee.

Die Strömung hier war so extrem, das wir den Schutz der Felsen nutzen mußten, um auch nur in die Nähe der Stromschnellen zu gelangen. Die Zeit war unendlich schnell vergangen, so das wir uns beizeiten auf den Rückweg machten, ein ganz entscheidender Punkt wie wir später noch bemerken sollten. Unterwegs trafen wir auf einige Ausflugsboote, die für die touristische Attraktion Stausee stark frequentiert werden.

Einmal aus der Schlucht heraus, war es ein wirklich kräfteraubendes Unterfangen zum Ausgangspunkt zurück zu gelangen. Starker Wind war aufgekommen, der uns entgegen blies, so das wir wirklich zu kämpfen hatten. Ganz abgesehen von den unerwarteten hohen Wellen. Ein wirkliches Abenteuer ging zu Ende.

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