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Peaks of the Balkans - Valbona Tal Fernwanderweg

  • Geschrieben von Portal Editor
Peaks of the Balkans - Fernwanderweg im Valbona Tal

Die Wanderroute "Peaks of the Balkans" ist ein 192 Kilometer langer Fernwanderweg im Prokletije-Gebirge, auch Albanische Alpen genannt. Für geübte Fernwanderer führt dieser Wanderweg über zehn Tagesetappen durch Albanien, den Kosovo und Montenegro.

Der Weg verläuft zum Teil durch erschlossene Täler, aber teilweise auch sehr abgeschieden in hochalpinen Regionen, wo als Übernachtungsmöglichkeiten nur einfache Alphütten zur Verfügung stehen. Man sollte als Wanderer auch durchaus bedenken, das es in den Albanischen Alpen noch Wölfe und Bären gibt, eine Begegnung auf den Pfaden also nicht unwahrscheinlich ist. Der Weg ist deshalb nur für erfahrene Berggänger zu empfehlen. Teilweise führt der Wanderweg durch Naturschutzgebiete wie den Nationalpark Theth, Nationalpark Valbonatal, das Naturreservat Lumi i Gashi und den Nationalpark Prokletije.

  • Theth (Albanien) – Qafa e Valbonës – Valbona: 13,9 km
  • Valbona – Çerem: 19,8 km
  • Çerem – Alp Dobërdol: 15,64 km
  • Dobërdol (Albanien) – Tromeđa – Alp Milishevc (Kosovo): 18,2 km
  • Milishevc – Rugova-Schlucht – Reka e Allagës: 16,24 km
  • Reka e Allagës – Pepaj – Drelaj – Dugaiva – Kuçishta (Čakorpass): 23,26 km
  • Kuçishta (Kosovo) – Babino Polje (Montenegro): 15,8 km
  • Babino Polje – Hrid – Plav: 20,31 km
  • Plav – Bor (Berg) – Grlata – Vusanje: 27,4 km
  • Vusanje (Montenegro) – Qafa e Pejës (Albanien) – Theth: 21,35 km

Der Einstieg ist außer in Theth auch in anderen gut erreichbaren Orten wie Valbona, Plav, Vusanje und Peć möglich. Bei mehreren Etappen bietet es sich aufgrund der Länge an, sie auf mehrere Tagesabschnitte aufzuteilen, wobei nicht immer Unterkünfte zur Verfügung stehen.

Die Grenzübertritte erfolgen nicht auf offiziellen Grenzübergängen. Die nötigen Dokumente müssen vorab eingeholt werden.

Nach unserer Ankunft in Fierza am Koman-Stausee waren wir auf direktem Weg in das Valbona Tal gefahren, wo wir dann bei einem Kaffee in einer Blockhütte auch wieder auf bereits von der Fährüberfahrt bekannte Gesichter stießen. Weitere Wanderer waren anwesend, die sich auf eine Tour vorbereiteten. Im Tal von Valbona sieht es noch heute aus wie in den Alpen vor 200 Jahren: aufgeständerte Heuballen auf den Weiden, Bergwald und dahinter die Felszacken der Zweitausender. Keine Skilifte, keine Bars oder Klubs, keine Casinos oder Sportgeschäfte.

Der Einstieg in den Wanderweg ist leicht zu finden, rot-weiße Punkte markieren ihn. Steil geht es hinauf zwischen Buchen, Kiefern und Eichen und trotz herbstlicher Kühle kommen wir kräftig ins Schwitzen.  Irgendwann treffen wir auf ein hölzernes Schild am Wegesrand mit dem Hinweis auf eine kleine Ansiedlung, die auch Lokalitäten aufweisen soll. Vor einem selbst gezimmerten Holzpavillon ohne Dach läuft eiskaltes Wasser in Kübel, ein Wasserrad dreht sich unter dem Wasserstrahl. Leider sind die Lokalitäten alle bereits verlassen. Nur eine Hirtenfamilie ist noch anwesend. Zwei der Kinder sind begeistert, endlich mal wieder etwas Abwechselung.

Dem relativ jungen Wanderweg waren Bemühungen vorausgegangen, die Bevölkerung der verschiedenen Ländern des Prokletijes einander näher zu bringen und Grenzen abzubauen. Insbesondere das "Balkans Peace Park Project" hatte sich bemüht, die alten Hirten- und Handelswege über die Grenze wieder zu öffnen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) arbeitete seit 2006 an der Entwicklung des Bergtourismus in Theth und förderte die Kennzeichnung von Wanderwegen und die Publikation entsprechender Karten und Wanderführer. Der Wanderweg wurde von der AGEG Tourism for Sustainability Consulting im Rahmen eines Projektes der GIZ angelegt und popularisiert.

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