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Wohnwagen auf dem Caravan-Salon - gestern & heute

Wohnwagen auf dem Caravan-Salon Düsseldorf - gestern & heute

Erste „touristische Reisewagen“ wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts in Großbritannien gefertigt. Es waren bisweilen sehr luxuriös eingerichtete, zweiachsige und anfangs noch von Pferden gezogene Gefährte. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges gab es auf den britischen Inseln mehrere tausend Wohnwagen.

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Das deutsche Pendant zum englischen „Reisewagen“ wurde von Arist Dethleffs (1908–1996) im Jahre 1931 erfunden.  Dethleffs nannte sein Gefährt „Wohnauto“ und erfüllte damit den Wunsch seiner Verlobten, der Malerin Fridel Edelmann, die sich, wie sie in einem Brief an ihren künftigen Ehemann schreibt, „so etwas Ähnliches wie einen Zigeunerwagen, in dem wir gemeinsam fahren und ich noch malen könnte“, vorstellte.

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„Wohnauto“ war ein irreführender Begriff, denn es handelte sich dabei um einen richtigen (Wohn-) Anhänger. Er wurde zu Ostern des folgenden Jahres fertig gestellt. In den Bildern oben ein Piccolo der Elektro-Stahlbau aus dem Jahr 1956, heute im Erwin Hymer Museum zu besichtigen (wenn nicht als Ausstellungsobjekt auf einer Messe).

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Bei den klassischen Wohnwagen wird oftmals zwischen

  • Mini-Wohnwagen,
  • Touring- oder Reisewohnwagen – die häufigste Variante – und
  • Groß- oder Luxus-Wohnwagen, die nur von entsprechend großen und kräftig motorisierten Zugfahrzeugen gezogen werden können

unterschieden, wobei gerade die Mini-Wohnwagen eine Renaissance erleben.

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Der Aufbau besteht oft aus einer Rahmenkonstruktion, der außen mit Aluminiumblech und innen mit einer Kunststoff- oder Holzverkleidung beplankt ist, während dazwischen mit Kunststoffschaum (oft Polystyrol oder Polyurethan) isoliert wird. Gewöhnliche Wandstärke ist 30 bis 40 mm, bei hochwertigen Modellen bis zu 50 mm. Im Bild ein Modell, das dem Caretta aus der Türkei sehr ähnlich schaut, allerdings aus Litauen stammt. Im Innenraum wird geschlafen, ....

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.... im Heck wird gekocht und gelebt. Zunehmend werden auch Fahrzeuge aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gefertigt; die Verwendung von GFK dient eher der besseren Haltbarkeit. Insbesondere Witterungseinflüsse wie Hagel werden z. B. durch ein GFK-Dach, zunehmend auch GFK-Wände, besser kompensiert. Auch die Bodenplatte wird zunehmend aus GFK-Materialien gefertigt.

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Der Schlafraum eher spartanisch klein, über dem Fussraum Schränke für die Wäsche. Große (Luxus-) Wohnwagen können bis zu 8 m lang und 2,50 m breit sein. Typische Reisewohnwagen haben eine Aufbaulänge bis zu 4,50 m und eine Breite von 2,10–2,30 m und bieten je nach Innenausstattung bis zu sechs Schlafplätze.

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Zwei der Plätze sind meist nur für Kinder geeignet, oftmals in Form von Etagenbetten. Schlafplätze können tagsüber zu Sitzgruppen umgebaut werden; zur Gegensitzgruppe (man sitzt sich gegenüber) oder U-Sitzgruppe bzw. Hecksitzgruppe (man sitzt an drei Seiten um den Tisch herum). Auch Reisewohnwagen werden mitunter als Wochenendunterkunft im so genannten Dauercamping benutzt.

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Immer häufiger am Markt zu finden sind Familien-Caravans mit bis zu sieben Schlafplätzen. Meist gibt es ein festes Doppelbett, zwei bis drei feststehende Etagenbetten für die Kinder, sowie eine Sitzgruppe, die nochmals zum Doppelbett umgebaut werden kann. Im Bett der großzügige Schlafraum des Fendt Saphir 700 SFDW, der sogar über Warmwasserheizung und Warmwasserfußbodenheizung verfügt. Im Hintergrund erkennbar das abgetrennte Badezimmer.

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Eine komfortable Küche mit Backofen, oftmals zusätzlich mit einem Grill versehen, gehören heute fast zur Standartausstattung, auch der großvolumige Kühlschrank ist mittlerweile Standard.

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So kann man seinen Urlaub erleben .....- manchmal wird so auch der Arbeitsplatz zum vergnüglich entspannten Arbeitsort (auch wenn nur während der Messe).

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