Eine zweite Wanderung zum Hexentanzplatz Thale

Eine Wanderung zum Hexentanzplatz von Thale kommend

Wohl ein jeder hat schon einmal von ihm gehört: Dem so genannten Hexentanzplatz auf einem Hochplateau im Harz bei Thale, etwa 454 m ü. NN, hoch über dem Bodetal gegenüber der Roßtrappe in Sachsen-Anhalt.

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Von Thale aus führen mehrere Aufstiege zum Hexentanzplatz, der angeblich auch ein altsächsischer Kultort ist und an dem in der Nacht zum 1. Mai zur Verehrung der so genannten Hagedisen (Wald- und Berggöttinnen) Feste abgehalten wurden.

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Wir parkten unser Fahrzeug nahe des Aufstiegs zum Hexentanzplatz an einem Restaurant, das erstaunlicherweise (Corona immer noch akut) bereits geöffnet hatte, einige Tische im Freien aufgestellt hatte was einige Motorradfahrer zum Zwischenstopp veranlasst.

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Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann alternativ die Fahrt hinauf mit der Kabinenbahn der Seilbahn Thale Erlebniswelt vornehmen. Die Bodetal-Seilbahn führt von Thale aus zum Hexentanzplatz. Dort befindet sich auch das Harzer Bergtheater Thale, eines der ältesten Naturtheater Deutschlands, mit 1.350 Plätzen, das 1903 von Ernst Wachler gegründet wurde.

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Bei guter Wetterlage erlebt man hier wunderbare Ausblicke in das oft mystisch wirkende Bodetal, kein Moment in der Farbgebung der Wälder ist gleich... Besonders aufregend in den hellgrünen Kabinenbahnen ist der Blick nach unten - durch den Glasboden in die Tiefe des Bodetals!

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Im Museum in der Walpurgishalle, welche auf Anregung des Malers Hermann Hendrich erbaut wurde, werden die Sagenwelt des Harzes und Szenen aus Goethes Faust lebendig. Darin ist auch ein Opferstein ausgestellt, der an alte Fruchtbarkeitsriten erinnert.

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Über den Hexentanzplatz ziehen sich Reste des Sachsenwalles. Dabei handelt es sich um eine 150 m lange Trockenmauer aus Granitsteinen von einst 2 m Höhe. Sie wurde etwa 750 bis 450 v. Chr. errichtet. Die Mauer schirmte Teile des erhöhten Geländes des Hexentanzplatzes ab und diente vermutlich als Fliehburg.

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Die Plastiken auf dem Hexentanzplatz stammen von Jochen Müller, Diplom-Metallgestalter aus Quedlinburg. Sie wurden am 21. April 1996 enthüllt. Die Hauptfigur in der Mitte der Kette aus Findlingen ist der Teufel.

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Zu seinen Füßen auf einem Stein sitzt ein Homunkulus. Die Hexengroßmutter Wadelinde versucht den Kreis des Bösen mit einem Stein zu schließen. Eine weitere Figur, der Wegweiser zum Platz von Jochen Müller, stammt aus dem Jahre 2003.

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Außerdem befindet sich dort der Tierpark Hexentanzplatz, der die Artenvielfalt der Harzregion mit vielen verschiedenen Tierarten repräsentiert; der Alpine-Coaster Harzbob; sowie unterhalb des Bergtheaters die Homburgswarte.

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Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es am Hexentanzplatz das gleichnamige Berghotel.

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