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Spaziergang am Kemnader See – Frühlingsluft lockt!

Kurzer Spaziergang am Kemnader See – Frühlingsluft lockt!

Der Kemnader See liegt zwischen Bochum, Witten und Hattingen und zieht als beliebtes Ausflugsziel Outdoor-Fans aus ganz Nord-Rhein-Westfalen an. Kein Wunder, denn das Natur- und Freizeiterlebnis am Seeufer ist mehr als rund.

So findet der Vogelkundler eine bunte Vielfalt von Wasservögeln, die zum Fotografieren geradezu einladen. Der auf eher sportliche Aktivitäten ausgerichtete Freizeitsportler kann radeln, wandern oder skaten.

Der Kemnader See ist der jüngste von insgesamt sechs Ruhrstauseen. Der Bau des Stausees war Teil der Planungen der Ruhruniversität. Den See umgeben ausgiebige Wander- und Radwege. Allein der Rundweg um den Stausee ist etwa 8 Kilometer lang und wird an sonnigen Tagen durchaus stark frequentiert.

Aktivitäten am Kemnader See locken ins Freie

b_450_450_16777215_00_images_deutschland_nordrhein-westfalen_kemnader-see-2.jpgAlle, für die das Stillsitzen zu Hause, vielleicht gar noch vor dem Fernseher, keine bevorzugte Tugend ist, finden hier ein attraktives Angebot an möglichen Aktivitäten, das seinesgleichen im Ruhrgebiet sucht. Man geht Spazieren, geht Biken, Surfen, Segeln, Skaten oder Tretbootfahren. In den zurückliegenden Jahren waren die nahegelegenen Parkplätze an den Wochenenden oftmals so überfüllt, dass es keine freien Parkplätze gab und es auf den Rundwegen  am Ufer sogar zu Unfällen zwischen Fußgängern, Radfahrern und Inlineskatern kam.

Aufgrund der hohen Besucherzahlen wurde zwischenzeitlich sogar überlegt, einen weiteren See flussabwärts bei Hattingen anzulegen. Andererseits stellt dort der Fluss mit seinen Auen, Buhnen und Wanderwegen auch so eine reizvolle Landschaft dar.

Einige Anmerkungen zur Geschichte des Kemnader Sees

b_450_450_16777215_00_images_deutschland_nordrhein-westfalen_kemnader-see-1.jpgBereits 1929 wurde aus wasserwirtschaftlichen Gründen geplant, die Ruhr zwischen Haus Herbede und Haus Kemnade zu stauen. Schnell war auch eine Naherholung im Gespräch. Damals scheiterten die Fürsprecher des Projektes jedoch. Nachdem 1962 die Ruhr-Universität Bochum gegründet wurde, waren Pläne für ein Naherholungsgebiet mehr als nur gefragt. 1966 wurde die Entwicklung von Projekten zur Stauung vom Land NRW aufgerufen; der erste Spatenstich erfolgte allerdings erst 1976.

Als Erstes wurden die späteren Seeufer angelegt, indem man Spundwände ins Erdreich rammte. Innerhalb von drei Jahren wurden 3 Millionen Kubikmeter Erde – die spätere Staumenge – abgebaut und ein Wehr am Südufer errichtet. Mitte 1980 war das Becken vollgelaufen und die Eröffnung des Sees wurde am 18. September 1980 mit einem Fest für Wassersportler gefeiert.

Im Oktober 2009 wurde bekannt, dass der Ruhrverband am Kemnader See ein Wasserkraftwerk errichtet. Baubeginn war im Frühjahr 2010. Das Kraftwerk, das mit einer Kaplanturbine arbeitet, erzeugt bis zu 3,5 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich. Während der 20-monatigen Arbeiten war der Rundweg über das Wehr natürlich gesperrt. Die Arbeiten wurden im Oktober 2011 beendet und das Kraftwerk in Betrieb genommen. Es liefert Energie für umgerechnet 1200 Haushalte.

Wer lieber am See chillt als sich mit der Technik eines Staudamms auseinander zu setzen, findet malerische Aussichtsecken, Cafés, Grillhütten, Spielplätze und vieles mehr. Auch Lust auf Schwimmen oder Saunieren wird erstklassig gestillt – im Freizeitbad Heveney direkt am See.

Der Kemnader See gehört zur Themenroute 12 – Geschichte und Gegenwart der Ruhr der Route der Industriekultur. Als Ziel einer Radtour durch die schönsten Gebiete der Ruhrregion ist der Kemnader See also gut geeignet. Das Erholungsgebiet ist auch an den beliebten RuhrtalRadweg angeschlossen, der auf einer Strecke von rund 230 Kilometern von Winterberg bis nach Duisburg führt.

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