Die berühmten Sieben Weltwunder der Antike

Die berühmten sieben Weltwunder

Schon um das Jahr 450 vor Christus stellte Herodot eine Liste von architektonisch bemerkenswerten Gebäuden seiner Zeit zusammen, die er als die Sieben Weltwunder bezeichnete.

Es handelte sich dabei sowohl um Gebäude als auch um Standbilder, die logischerweise in der Antike entstanden waren und von denen nur die Pyramiden in Ägypten erhalten blieben. Die heute bekannten "Sieben Weltwunder der Antike" gehen allerdings auf den phönizischen Schriftsteller Antipatros von Sidon, der in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhundert v. Chr. einen Reiseführer in griechischer Sprache schrieb und darin eine Topliste der schönsten Sehenswürdigkeiten erstellte. 

Herodots Empfehlung für eine Kulturreise

Der Begriff der Sehenswürdigkeit war schon damals bekannt und die Liste Herodots war auch als Empfehlung für eine Kulturreise zu verstehen. Das bestätigt sich in so fern, als in späteren Jahren, beispielsweise in der Römerzeit, die Liste immer wieder umgeschrieben wurde, um neue Gebäude aufzunehmen, deren Bedeutung durch den Listeneintrag hervorgehoben werden sollte und die Menschen davon überzeugt, sich die Weltwunder selbst anzusehen. 

UNESCO schützt das Weltkulturerbe

Im Rahmen der Vereinten Nationen liegt es an der UNESCO, das Weltkulturerbe zu schützen und dazu zählen die Sieben Weltwunder. Leider sind von einigen der antiken Besonderheiten nur noch Reste erhalten, einzig die Pyramiden konnten die Jahrtausende überstehen. 

Die Liste der Weltwunder hat die Menschen schon immer fasziniert und es gab vielfache Bemühungen, die Liste neu zu schreiben, aber die klassischen Sieben Weltwunder blieben stets als Verzeichnis erhalten. 

Sieben neue Weltwunder des Schweizers Bernard Weber

Einen ganz neuen Weg ging der reiche Schweizer Bernard Weber, der international via SMS und Internet zur Wahl von sieben neuen Weltwundern aufrief. Diese Wahl hat laut Veranstalter über 100 Millionen Stimmen von etwa 70 Millionen Menschen eingebracht (man konnte mehrfach wählen) und hat sieben Weltwunder ergeben, die von den bisherigen abweichen. Das lag aber unter anderem auch daran, dass die Pyramiden als altes Weltwunder von der Wahl ausgenommen waren. 

Die Weltwunder sind:
•    Die hängenden Gärten der Semiramis zu Babylon
•    Der Koloss von Rhodos
•    Das Grab des König Mausolos II. zu Halikarnassos
•    Der Leuchtturm auf der Insel Pharos vor Alexandria
•    Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten
•    Der Tempel der Artemis in Ephesos
•    Die Zeusstatue des Phidias von Olympia

Die Ziffer Sieben gilt als vollkommen

Jedes der Weltwunder für sich war damals eine Reise wert und wäre es wohl heute auch noch, wenn es sie vollständig geben würde. Zahlreiche Maler haben im Laufe der Geschichte versucht, ihre Vorstellungen zu Papier zu bringen und die daraus entstandenen Gemälde prägen heute noch das Bild der Weltwunder, das ja nicht mehr mit den realen Gegebenheiten gegen geprüft werden kann. 
Interessant ist die Frage, warum gerade sieben Weltwunder ausgewählt wurden. Das hat den Hintergrund, dass in der Antike die Ziffer Sieben als vollkommen angesehen wurde und daher das Bemühen groß war, sieben Weltwunder zusammenzustellen.

Bitte lesen Sie auch:

Das Mausoleum von Bodrum - Artemisia und König Maussolos
Stadiasmus Patarensis von Patara - Sencer Sahin

Die sieben Weltwunder der Antike

Deutschland

Kultur

Leben | Outdoor