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Mausanien am Ohridsee - M. Sybertz auf Urlaubstour

  • Geschrieben von Portal Editor
Mausanien am Ohridsee

Ein wunderbarer Nebeneffekt des Reisens per Caravan oder Wohnmobil ist bekanntermaßen der schnelle Kontakt der Camper untereinander, ein für uns entscheidender Grund, unsere Projekttour "Verständigungs- und Kulturreise entlang Römischer Straßen" per Caravan durchzuführen.

So gab es auf dem Campingplatz Rino in Kalishta auch wieder eine tolle , unerwartete Begegnung, die eine hoffentlich lang währende Bekanntschaft zur Folge haben wird.

Aufgefallen war uns Amina, Tochter von Michaela und Bruno, die zunächst etwas Gedanken versunken über das Gelände des Campingplatzes lief. Nach einigen ersten Worten folgte ein gemeinsames Füttern der Fischbrut des Ohridsees mit trockenen Brotresten, dann ein erstes Gespräch mit Michaela, in dem wir uns gegenseitig ein wenig vorstellten, ohne das Michaela allerdings von ihrer Tätigkeit als Autorin erzählte. Richtig, wer fällt schon mit der Tür ins Haus. So wurden die ersten Kontakte vertieft, Amina holte sich täglich etwas von unseren getrockneten Brotresten und nach einem kurzen Gespräch hinsichtlich der Nutzung unseres Kanus wurde auch daraus schnell eine täglich wiederkehrende Bootsausleihe für eine Bootstour am Abend, kurz die Beziehung weitete sich aus.

Mittlerweile hatte auch Amina erste weitere Bekanntschaften gemacht, so das der zunächst nur für einige Tage vorgesehene Aufenthalt in Kalishta ausgeweitete wurde. So haben wir uns schließlich auch riesig gefreut, als wir von Amina, Michaela und Bruno zum Essen eingeladen wurden. Zu erwähnen sei an dieser Stelle noch, das sowohl Michaela als auch Bruno liebend gern reisen, wobei Bruno auch immer großes Interesse an den jeweilig landesüblichen Gerichten zeigt, die er dann in relativ rezeptfreier Form gerne nachkocht. So hatte Bruno sich für den Abend für eine marokkanische Gemüsesuppe entschieden, die dann auch wirklich sehr lecker war . Bei Gelegenheit werden wir die Zusammensetzung erfragen und dann diesem Artikel anfügen.

Dass gemeinsame Abendessen wurde natürlich zu vertiefenden Gesprächen genutzt, die über das normale Maß hinaus gingen, natürlich war das Reisen eines der Hauptthemen, auf das wir immer wieder zurück kamen. Besonders Michaela wurde bereits nach dem Abitur so sehr von der Reiselust gepackt, das sie in der Folge mehr als 25 Jahren als Individualreisende in Europa, Asien und Südamerika unterwegs war. Viele Male bereiste sie die Türkei, wo sie schließlich auch über Jahre hinweg an einer Schule unterrichtete. In den letzten zehn Jahren wurde sie während ihrer Reisen von Finch, einer Stoffmaus, begleitet. Michaela fotografiert Finch vor touristischen Sehenswürdigkeiten und in alltäglichen, landestypischen Situationen. Irgendwann entstand dabei auch die Idee zu einem Kinderbuch, dass das Reisen zum Thema werden lassen sollte.

Michaela Sybertz, ist von Beruf Grundschullehrerin in Hückelhoven bei Aachen und teilt mit ihrem Mann mindestens zwei Interessen, das eben schon erwähnte Reisen und das andere Interessengebiet sind Stofftiere, wobei man hier durchaus von einem Faible sprechen darf. So verwundert es nicht, das ein Stofftier auch zur Hauptfigur in ihrem Buch "Auf der Suche nach Mausanien" wurde. Die Hauptfigur im Kinderbuch, eine Maus, heißt Dennis Ellison Finch-Hatten, kurz Finch, und es ist allein ihrer Abenteuerlust zu verdanken, dass sie über das Thema Reisen nun Eingang in die weite Welt der Kinderliteratur finden konnte.

In der Türkei gefiel es Finch und seinen Besitzern bislang am besten und folgerichtig spielen Finchs Abenteuer auch überwiegend dort statt. Finch ist auf der Suche nach einem sagenumwobenen Ort der Mausehistorie: Irgendwo zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer, zwischen Istanbul und Anatolien, so erzählt man es sich in der Welt der Mäuse, liegt Mausanien. Die Straßen sind gepflastert mit Speck, der Käse wächst an den Bäumen, man kann sagen, dass Mausanien die Mäuse-Version dessen ist, was der Mensch mit dem Bild vom Paradies umschreibt, kurz: ein Land, in dem Milch und Honig fließen.

So weit die Fantasie der Autorin. Doch während sie Finch von dem sagenhaften Ort träumen lässt, erfahren junge und alte Leser vor allen Dingen vieles zur Landeskunde, zu den Eigenheiten und Kulturen der Türkei, die kaum vorstellbar vielschichtig sind. Michaela Sybertz kennt das Land besser als die meisten Deutschen und wohl auch besser als manch ein Türke, zu oft ist sie im Land unterwegs gewesen.

So wuchsen nach und nach einzelne Erlebnisse und Anekdoten zu einer komplexen Geschichte zusammen, die letztendlich zum Kinderbuch führten:

"Auf der Suche nach Mausanien"

Die wahrhaft abenteuerliche Reise der kleinen Maus Dennis Ellison Finch-Hatten durch die Türkei

Der reiselustige Mäuserich Finch träumt von Mausanien, dem Mäuseparadies, wo die Straßen mit Speck Gepflastert sind, der Käse an den Bäumen wächst und die Luft von einem herrlichen Duft nach frisch gebackenen Plätzchen erfüllt ist. Aber Finch belässt es nicht bei seiner Sehnsucht, sondern ist fest entschlossen, Mausanien zu finden.

Ein Tipp seines Freundes führt ihn nach Instanbul. Dort erkundet Finch viele interessante touristische Sehenswürdigkeiten. Mausanien findet er in Istanbul allerdings nicht. Als er auf den Turmzinnen der alten Stadtmauer über sein weiteres Vorgehen nachdenkt, lernt er die hübsche Mäusin Sevim kennen.

Sie erinnert sich an die Geschichten ihres Großvaters und vermutet Mausanien an den grünen Küsten des Schwarzen Meeres. So beginnt für Finch eine spannende und aufregende Reise durch die Türkei.

Michaela Sybertz: „Auf der Suche nach Mausanien“, Papierfresserchens MTM-Verlag, Hardcover, 144 Seiten, farbig bebildert, 15,30 Euro, ISBN: 978-3-86196-341-7

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