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Krebsfischen in Perea - am Golf von Thessaloniki

Krebsfischen in Perea - am Golf von Thessaloniki

Eigentlich waren Philipp, John und Micha im Laufe des Vormittags aufgebrochen, um zwischen dem Flughafen Thessaloniki und Perea fischen zu gehen. Nach einigen Vorbereitungen am Camperstopp Zampetas war dann der Aufbruch zum Strand zu Fuß angegangen worden, der wohl eine halbe Stunde dauern sollte, da die Wegführung nicht eindeutig war.

Schon am Vortag waren die Beiden Richtung Flughafen unterwegs gewesen, auch um eine mögliche Passage entlang der Bucht in die Stadt hinein zu finden, was sich aber als unmöglich erwies. Dem Besucher der Innenstadt von Thessaloniki sei also weiterhin der Linienbus bis zu den Einkaufszentren, dann mit dem Stadtbus weiter, empfohlen. Alternativ dazu gibt es meist mit Beginn Mai die mehrfach am Tag verkehrende Fährverbindung zwischen Perea und Thessaloniki (ungefähre Abfahrtszeiten der Fähre).

Erstes Fangerlebnis - ein Kalmar mit Papageienschnabel

b_450_450_16777215_00_images_leben_kulinarisches_krebsfischen-1.jpgDa wir selbst auch noch einige Dinge in Perea zu erledigen hatten, wollten wir die Drei im Laufe des Tages aufsuchen, natürlich auch, um bei entsprechendem Erfolg schon eventuelle Vorbereitungen am Platz hinsichtlich der Zubereitung zu treffen. Es gab allerdings keinen Grund dafür, denn bislang waren die drei Fischer zur Erfolglosigkeit verdammt. Kein Fisch wollte anbeißen, trotz sichtbarer Fischschwärme im Wasser. Nun gut, schließlich hatten die Beiden zumindest einen Kalmar gefangen dessen Schnabel aus Horn in der Form einem Papageienschnabel glich. Um den Mund herum befinden sich zehn Fangarme, davon sind acht eher kurz und vollständig mit Saugnäpfen besetzt. Die beiden Fangarme sind schlanker, stark verlängert und weisen an den Enden eine Verbreiterung auf, die auch mit Saugnäpfen besetzt ist. Damit sind Kalmare in der Lage, ihre Beute wie Fische, Krebse und andere Weichtiere zu fangen. Diese Arme werden auch als Tentakel bezeichnet. Die kürzeren Arme werden benutzt, um die Beute zum Mund zu führen, wo sie vor allem mit dem Schnabel und der Radula zerkleinert wird.

Zu klein um selbst verspeist zu werden, sollte dieser Kalmar als Anlockfutter zum weiteren Fischen genutzt werden, was, wie wir am Abend erfuhren, aber trotzdem erfolglos blieb. Einige Krebse konnten die Beiden fangen, wozu nicht unerheblich, eine vor Ort aufgefundene Krebsreuse beigetragen hatte, was wir am Abend in ihrem Bericht erfahren sollten. Krebse unterschiedlicher Arten kommen auch in der Bucht von Thessaloniki vor, so waren wir nicht erstaunt zu hören, das die Beiden sie sich auch gleich am zünftigen Lagerfeuer zubereitet und gekocht hatten. Krebse bilden mit weltweit mindestens 52.000 bekannten Arten einen Unterstamm innerhalb der Gliederfüßer, lateinisch mit Arthropoda bezeichnet, die sich vor allem durch eine große Formenvielfalt auszeichnen und die sich als evolutionäre Entwicklung  an verschiedene Lebensräume und Lebensweisen anpassen konnten.

Krebse in allen Größen - Krustentiere sagen die Feinschmecker

b_450_450_16777215_00_images_leben_kulinarisches_krebsfischen-3.jpgKrebse sind bis auf wenige Ausnahmen überall in Flüssen, Seen oder im Meer zu finden; denn sie haben alle Lebensräume des Meeres und des Süßwassers besiedelt. Unter den Krebsen gibt es auch einige Arten, die an Land leben können, wie etwa die Palmendiebe unter den Einsiedlerkrebsen oder auch die Strandkrabben. Diese Arten sind jedoch zumindest für die Entwicklung noch immer abhängig vom Wasser.

Im Süß- oder Salzwasser findet man sie in jedem Lebensraum, den das Meer oder die Seen und Flüsse bietet. Viele Arten leben als Plankton im Pelagial (Freiwasser), andere besiedeln den Gewässerboden, Felsspalten, Riffe oder Brandungszonen. Selbst unter dem arktischen und antarktischen Eis gibt es sie in großer Zahl und ihre Anwesenheit im Umkreis heißer Quellen (Black Smoker) in der Tiefsee ist ebenfalls belegt. Eine Reihe von Arten lebt außerdem parasitär in und an Fischen, anderen Krebsen und auch in Landwirbeltieren.

Zu Lebensmittelzwecken verwendete Krebstiere werden in der Kochkunst vornehm als Krustentiere bezeichnet, eine Bezeichnung, die den drei Fischern Philipp, John und Micha missfallen würde, geht es Ihnen doch nicht nur um des sportlichen Fischens wegen sondern vor allem auch als wirkliche Nahrungsquelle um den eigenen Haushaltsetat während der Reise zu schonen.

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