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Tauch- und Wasserspaß - Ohridsee und Schwarzer Drin

  • Geschrieben von Portal Editor
Ohridsee und am Schwarzen Drin

Wir waren mit dem Fahrrad vom Campingplatz Rino in die Innenstadt von Struga gefahren, hatten an der Brücke über die Schwarze Drin die Räder abgestellt um einen ersten Rundgang zu Fuß durch die Stadt zu machen.

So führte unser erster Gang entlang des Flusses zum Ufer des Sees, der mitten im Ortskern von Struga den Ohridsee entwässert. Eine zweite Brücke, die auch gleichzeitig zur Regulierung des Wasserstandes im Ohridsee genutzt wird, lockte uns besonders an, da hier das Wasser mit kräftigen Strudeln aus dem Ohridsee heraus schoss. Die Staukonstruktion war dabei simpel und effektiv zugleich: kräftige, schräg gestellte Holzbohlen stauten das abfließende Wasser des Sees auf, wobei die Abflussmenge durch die Größe der Öffnung bestimmt wurde.

Wir überquerten die Brücke und sahen zwei Jungen im Wasser, die mit Taucherbrille und Schwimmflossen ausgerüstet, den Boden des Sees kurz vor dem Abfluss in den Fluss absuchten. Sprachschwierigkeiten verhinderten weitere Auskünfte, so das uns nicht klar wurde, was die Beiden am Seeboden suchten. Vielleicht aufgrund der vergeblichen Mühe der Suchenden, wandten sich beide jetzt des kräftigen Strömung des Seeabflusses zu und ließen sich von der Strömung unter der Brücke hindurch in den Fluss hinein ziehen. Sicherlich ein toller, wenn auch nicht ganz ungefährlicher Freizeitsport.

Nach einer Weile des Beobachtens verließen wir die Brücke und gingen am Seeufer entlang, das hier auch als Bootshafen und Badestrand gleichzeitig genutzt wird. Zur Befestigung des Ufers war dann eine Mole in den See hinein gebaut worden, die von einigen Jungen zum Abspringen in den See hinein genutzt wurde. Auch hier sichtlich Spaß am klaren, frischen Seewasser. Wie lang ist es her, das man inmitten einer Stadt in Westeuropa soviel Badespaß haben konnte.

Jetzt stießen wir auf einen älteren Herren, der uns aufgrund seiner ungewöhnlichen Kopfbedeckung aufgefallen war: ein Filzhut, auf den man sonst eher in Albanien stößt. Ein wenig auch vergleichbar mit den Hüten, die von den Tänzern des Mevlana Ordens in Konya in der Türkei getragen werden. Natürlich sprachen wir ihn an und auf fast noch fließendem Deutsch kam zurück, das er immerhin 42 Jahre in Deutschland gearbeitet hatte und seinen Lebensabend jetzt hier in Struga verbringen möchte. Sehr freundlich und offen erzählte er von seinem Leben. Wenig später stießen wir erneut auf ihn und das Hallo war groß, zumal er mittlerweile weiteren Einwohnern von seiner Begegnung mit uns erzählt hatte.

Wir wandten uns erneut der Schwarzen Drin zu, diesmal auf der anderen Seite des Flusses und so wurde wenig später auch klar, warum die jungen Wassersportler Seile mit Querhölzern an der Brücke befestigt hatten. Sie griffen das Seilende mit dem Holzstab und ließen sich von der Wasserströmung umspülen. Massage auf mazedonische Art.

Langsam stellte sich ein Hungergefühl ein und wir wandten uns wieder der Innenstadt zu. Aber dazu mehr im nächsten Artikel zur Fahrradtour nach Struga.

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