Camping Wien West - Startpunkt für Wien

Camping Wien WestCamping Wien West

Erste Station im Rahmen unseres kulturellen Projekts "Verständigungs- und Kulturreise entlang römischer Straßen" war der Camping Platz Wien West, der zu diesem Zeitpunkt des Reisebeginns, Ende März, der einzig geöffnete Campingplatz in Wien war.

Etwas ungünstig war die fortgeschrittene Tageszeit bei unserer Ankunft, da bereits der Feierabendverkehr in Wien eingesetzt hatte. Schwierig wurde deshalb der recht spät angezeigte Spurwechsel zum Campingplatz nach links, da eine Unterführung das Abbiegen notwendig machte, die Abbiegespur aber schon vom Feierabendverkehr blockiert war.

Nach dieser etwas unübersichtlichen Situation waren es dann nur noch einige hundert Meter bis zum Campingplatz, der im Gegensatz zu manch anderem Platz über eine wirklich breite Toreinfahrt verfügte, so dass das Rangieren hier sehr einfach war. Die Rezeption war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr besetzt, so das wir uns den freien Platz direkt am Eingang, nach kurzer Rücksprache mit den anwesenden "Nachbarn", auswählten. Gut befahrbare Wege und genügend Rangierfläche machten das Einparken des Wohnwagens einfach. Schnell waren die Drehstützen ausgefahren, der Wagen waagerecht ausgerichtet, der Stromanschluss hergestellt und Wasser aufgefüllt. Der für uns grundsätzlich wichtige Internetzugang stand an diesem Platz ohne Beschränkungen zur Verfügung. Bewusst hatten wir darauf geachtet, einen Platz mit freiem Internetzugang aufzusuchen, denn als Neuanfänger im Umgang mit der Internet-Satellitenantenne unseres Sponsors Ipcopter wollten wir nicht das Risiko eingehen, eventuell keinen Zugang zu haben und damit fast ohne Möglichkeit der Rücksprache zu sein.

Nach ausgiebigem Frühstück am kommenden Morgen machten wir uns zunächst auf "Entdeckungsreise" hinsichtlich des gerade erst übernommenen Wohnwagens. Einige wesentliche Punkte hatte der Techniker der Firma Fendt-Caravan, Herr Sommer, ausführlich erklärt. Wir waren hinsichtlich Wohnwagen-Camping wirklich keine Anfänger, aber vieles hat sich mit den Jahren gewandelt, so das ausgiebiges Studium der mitgelieferten Broschüren dringend notwendig war. Backofen, Grill oder gar Kühlschrank mit Gefrierfach im Wechsel der Betriebsart Strom, Gas oder Batterie hatte es seiner Zeit nicht gegeben. Von der Möglichkeit einen Wohnwagen ohne Zugfahrzeug elektrisch zu bewegen, hatte man bestenfalls geträumt. Auch eine Wasser- und Abwassereinrichtung mit entsprechenden Vorratsbehältern gab es seiner Zeit nicht.

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Dann war es an der Zeit, sich mit der Satellitenanlage zu beschäftigen, die ebenfalls grundsätzlich erklärt worden war. Der Startvorgang mit der Ausrichtung der Antenne sollte vollautomatisch erfolgen und auch der grundsätzliche Zugang sollte über die Software nach Eingabe des Zugriffscodes wie von allein erfolgen. Das Problem, wie üblich, steckte auch hier im Detail, auf das man als nicht unbedingt sofort kommt. Um es kurz zu machen, die Software akzeptierte unseren Zugriffscode nicht. Dabei hatten wir den Techniker so verstanden, als sei er probeweise schon online gewesen. Wie gut, das wir über den Internetzugang des Campingplatzes schnell eine Hilfsmail an den GF der Firma Ipcopter, Herrn Bernhard Neumeyer, schicken konnten, die auch "postwendend" beantwortet wurde, trotz anstehenden Wochenendes. Die Lösung des Problems war dann auch denkbar einfach, denn der erstmalige Zugriffscode ist mit einer Länderkennung verknüpft. Verständlicherweise war unser Passwort mit deutscher Länderkennung versehen, wir waren jetzt aber in Wien. Das Problem war gelöst.

Schon einmal am früheren Vormittag hatten wir vergebens den Kontakt zu unserer Verabredung gesucht, diesmal klappte es auf Anhieb. So erklärte uns Frau Mohapp, das sie uns zunächst auf einen Kaffee zu sich nach Hause einladen möchte, ...... und am Besten erreichen wir sie mit der Bahn. Die Routenerklärung war denkbar einfach und als Empfehlung kam dann auch noch das Ziehen eines Tickets "48 Stunden Wien", das für alle öffentlichen Verkehrsmittel gelten würde. Ein toller Gedanke, ohne Auto in die Stadt zu gelangen. Vom Bahnhof Hüttelberg gibt es die Linie S50 bis zum Bahnhof Wien West, die wir nur eine Station weit bis Penzing nutzen sollten. Von hier waren es nur wenige Meter bis zum Haus der Frau Mohapp. Später um die Mittagszeit stellte es sich dann auch wirklich einfach heraus und das 48 Stunden Wien Ticket hat sich besonders am kommenden Tag absolut gelohnt, denn wir wechselten während der 6-stündigen Stadtführung mehrfach zwischen U-Bahn, Bussen und Straßenbahn hin und her.

Jetzt am Vormittag war auch die Rezeption am Campingplatz geöffnet, so das wir uns anmelden konnten um auch weitere Informationen zum Platz selbst zu erhalten. Einrichtung und Möglichkeiten entsprechen dem Standart eines durchschnittlichen Campingplatzes, es war alles vorhanden, was benötigt wurde. Wohl aufgrund der noch herrschenden Nebensaison gab es keine Versorgung mit Lebensmitteln am Platz, aber die Waschmaschinen funktionierten bereits einwandfrei, wenn auch relativ teuer und waren rege in Betrieb, mit anderen Worten: der Platz war gut besucht, Anmeldung trotz Nebensaison empfohlen.

Aufgrund unserer Terminvereinbarungen blieb uns jedoch relativ wenig Zeit auf dem Campingplatz selbst. Mit dem Bus zum Bahnhof Hüttelberg, dann mit der Linie 50 Richtung Westbahnhof, Aussteigen in Penzing zum Kaffee zu Frau Mohapp. Von hier ging es dann wenig später mit dem Bus und der Straßenbahn unter der Leitung ihres Sohnes Roman zum Schloss Schönbrunn.

Unser Buchvorschlag zum Thema Wien:

Mu­sen­tem­pel wie das Burg­thea­ter oder pracht­vol­le Pa­läs­te wie die Hof­burg oder Schloss Schön­brunn zie­hen das ganze Jahr über scha­ren­wei­se Tou­ris­ten aus aller Welt an – Wien hat immer Sai­son!
Dabei sind es nicht nur die bau­li­chen Zeug­nis­se der Ver­gan­gen­heit, die Wien zu einem Glanz­punkt auf der Karte des eu­ro­päi­schen Städ­te­tou­ris­mus ma­chen. Seit den 80er Jah­ren be­le­ben Sze­ne­knei­pen und De­si­gner­re­stau­rants das gas­tro­no­mi­sche An­ge­bot der le­gen­dä­ren Kaf­fee­häu­ser und Heu­ri­gen.

 

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