Entlang der Mosel - Paradies für Camper, Radler & Wanderer

Die Mosel - ein Paradies auch für Camper, Radler und Wanderer

Einmal mehr waren wir in Cochem an der Mosel gelandet, nach einem kurzen Zwischenstopp an der Nordschleife des Nürburgrings, wo wir uns zunächst bei einer köstlichen Eiscreme in einem der vielen Ufercafes nieder ließen.

Unterwegs bereits hatten wir die Aussicht auf die Burg von Cochem, trotz des etwas trüben Wetters, von einem Parkplatz aus genutzt, den wir vorab während unserer Touren übersehen hatten. Zur Burg selbst, hier insbesondere mit dem Hinweis auf das Trinkverhalten der mittelalterlichen Bewohner, was sich sogar in speziellen Türschlössern manifestierte, hatten wir ja bereits einen Artikel verfasst. Jetzt folgen einige Informationen zur Mosel selbst, die schon in der Römerzeit dicht besiedelt und genutzt wurde. Mit Trier war ein wichtiges römisches Zentrum über die Mosel auch mit Koblenz und Köln verbunden.

Tacitus und Ausonius berichten über die Mosel

b_450_450_16777215_00_images_deutschland_rheinland-pfalz_mosel-2.jpgErstmals von den Römern wurde die Mosel von Tacitus in Buch 13 der Annalen und in Buch 4 der Historien erwähnt. Der römische Dichter Decimius Magnus Ausonius setzte der Mosel bereits im 4. Jahrhundert ein literarisches Denkmal. In seinem 371 entstandenen Gedicht Mosella, in 483 Hexametern verfasst, beschreibt der spätantike Dichter und Lehrer am Trierer Kaiserhof eine Reise von Bingen über den Hunsrück an die Mosel und deren Verlauf folgend, nach Trier (Ausoniusstraße). Ausonius schildert blühende und reiche Landschaften am Fluss und im Tal der Mosel, die sie nicht zuletzt der Politik der spätantiken Herrscher verdanken. Der Name Mosel leitet sich übrigens von der keltischen Namensform Mosea über das lateinische Mosella ab, eine Verkleinerungsform von Mosa, der lateinischen Bezeichnung der anfangs parallel zur Mosel fließenden Maas.

Heute verlaufen die Moselweinstraße und der Mosel-Radweg im Moseltal, wobei der Radweg von Metz in Frankreich über Trier bis nach Koblenz am Rhein auf 311 Kilometer befahrbar ist. Zwischen Koblenz und Trier sind große Teile abseits von Autolärm und Abgasen auf der Trasse der ehemaligen Moseltalbahn geführt. Jedes Jahr am Sonntag nach Pfingsten ist dies auf den 140 Kilometern zwischen Schweich und Cochem auch autofrei im Rahmen des Happy-Mosel-Tages möglich.

Moselhöhenweg - Wanderwege rechts und links der Mosel

b_450_450_16777215_00_images_deutschland_rheinland-pfalz_mosel-1.JPGEine Reihe bemerkenswerter Burgen und Ruinen zieren die Höhen über dem Moseltal, auch eine Besichtigungstour per Schiff lohnt sich. An der Mosel verläuft seit 1910 der Moselhöhenweg, ein Wanderweg, der auf der Eifelseite 185 km und auf der Hunsrückseite 262 km lang ist. Eine besondere Wanderung führt von Ediger-Eller aus über den Calmont-Klettersteig nach Bremm durch den steilsten Weinberg Europas.

Die Mosel war vor dem Bau der Staustufen beliebter Wanderfluss für Faltbootfahrer, deshalb haben viele Staustufen Bootsgassen. Der Fluss wird auch heute noch von vielen Kanuten befahren, insbesondere während der alljährlich im Sommer stattfindenden einwöchentlichen Schleusensperrungen – dann ohne die Berufsschifffahrt.

Im April 2014 wurde der Moselsteig eröffnet, welcher auf insgesamt 365 Kilometern von Perl an der Obermosel bis nach Koblenz führt. Zahlreiche Moselsteig-Partnerwege, die so genannten Seitensprünge und Traumpfade, ergänzen das Wanderangebot im Moseltal.

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