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Nicht allein die Bogenbrücke - Konitsa attraktiv für Camper

  • Geschrieben von Portal Editor
Nicht allein die Bogenbrücke macht Konitsa für Camper attraktiv

Nach etwas abenteuerlichen Anreise über das Pindosgebirge besuchten wir gemeinsam mit George vom Camperstop Bourazani aus die Bezirkshauptstadt Konitsa, die nur wenige Kilometer von der Albanischen Grenze entfernt liegt.

Bis ins nördlich gelegene Ioannina sind es nur ca. 65 km. Die Stadt Konitsa hat ungefähr 3.000 Einwohner und ist gut mit Läden, Banken, einem Postamt, Krankenhaus und verschiedenen Hotels versorgt, mehr und mehr öffnet sich die Region auch für den Camper Tourismus, so sind dort weitere Camperstopps eingerichtet worden.

Die Stadt Konitsa schmiegt sich fast wie ein antikes Amphitheater auf einer Höhe von 630 m gegen die Flanke des Mt. Gymnadis an und besteht aus Kato und Pano Konitsa (dem oberen und unteren Teil von Konitsa). Nördlich liegt das Sarantaporos Tal, im Osten das Aoostal und die Ebene von Konitsa, Klidonia liegen südlich der Stadt.

Für den Stadtrundgang empfehlen wir einige Sehenswürdigkeiten in Konitsa, besonders aber die Fernwanderwege hinein in das Pindosgebirge:

  • Tür des herrschaftliches Hauses Giannis Floros aus dem Beginn des 19.Jahrhunderts
  • Arabische Inschrift - Türkische Schule bei der Moschee des Souleiman des 1. Die Moschee wurde gebaut, nachdem dem Souleiman nach Konitsa kam. Er regierte über Albanien und versuchte Korfu zu erobern, was ihm allerdings nicht gelang.
  • Pavlos Maliakas Haus in Kato Konitsa
  • Das Große Tor: Steinreliefs der Zeinelbeis, Hamkos Vater und Ali Pashas Mutter.
  • Die Ruinen Zeinelbeis Archontikos sind ein Teil des kulturellen Konitsa und Erholungszentrum.

Zur Historie und Einflüssen auf die Stadtentwicklung

b_450_450_16777215_00_images_griechenland_epirus_konitsa-region-2.jpgKonitsa wurde 1453 von Türken besetzt und im Jahr 1913 befreit. Während der Besetzung, in der Zeit des Herrschers Ali Pasha, erblühte die Wirtschaft und Konitsa war eine bedeutende Verbindungsstadt zwischen Europa und dem Balkan. So gibt es bis heute einige Merkmale der Jahrhunderte langen osmanischen Anwesenheit. In den Jahren 1940-1941 wurde Konitsa von der Italienischen Armee und Albanischen marodierenden Banden angegriffen. Während des darauf folgenden Bürgerkrieg sind ganze Familien getötet worden. Es gibt heute eine ständige Fotoausstellung, die sich besonders dieses Konfliktes annimmt und die in dem ursprünglich als Seminar gebauten, restaurierten Gebäude bei der Steinbrücke Konitsa eingerichtet wurde.

Das Kloster Molyvdoskepasti nahe der Grenze

Nordwestlich von Konitsa fast an der Griechische-Albanischen Grenze liegt das Dörfchen Molyvdoskepasti. Ehe Sie das Dörfchen erreichen liegt an der rechten Seite das Kloster von Molyvdoskepasti. Der Namen Molyvdo-Skepasti basiert auf der Eindeckung des Daches, das aus Blei hergestellt worden war, das dann von den Türken allerdings für die  Herstellung von Kugeln für ihre Gewehre gebraucht wurde. Es ist eines der berühmtesten Klöster Griechenlands.

Der Bourazani Wildlife Park

b_450_450_16777215_00_images_griechenland_epirus_konitsa-region-1.jpgAuf dem Weg nach Molyvdoskepasti können Sie auch den Bourazani Wildpark mit seiner alten Wassermühle besuchen. Hier kann der an Wildtieren interessierte Besucher noch Schafe und Ziegen, Wildschweine, Hirsche und Rehe beobachten, selten aber nicht unmöglich ist es auch, auf Bären treffen. Bourazani bietet in der Abenddämmerung Rundtouren durch den Wildpark an. Vor einigen Jahren ist ein Bär aus den Bergen gekommen und tötete einen Hirsch im Wildpark.

 

Weitere Ziele in der Region Konitsa

In dem Dörfchen Molivdoskepasti liegt eine Raki Brennerei wo Sie mit erleben können wie dieser Branntwein gemacht wird. Auch gibt es einen Aussichtposten zur Grenze nach Albanien hinein.

Auf dem Weg von Konitsa nach Elefthero und Paleoseli steht auf dem höchsten Punkt (1.200 m) das Denkmal zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer der kommunistischen ELAS, die während der Deutschen Besetzung umgekommen sind. Die ELAS kämpfte nach den Zweiten Weltkrieg weiter und dadurch entstand ein Bürgerkrieg, der für die Bevölkerung nicht weniger schlimm war als die Deutsche Besetzung zuvor. Dieses wird u. a. in den Büchern "Eleni" von Nicolas Gage und "Tod auf Korfu" von Ronnith Neumann beschrieben.

In Kalpaki, ungefähr auf dem halben Weg von Ioannina nach Konitsa, liegt ein kleines Kriegmuseum mit Gegenständen, Dokumenten und Uniformen aus den Jahren 1940-1941.

Um die natürliche Umgebung wirklich genießen zu können, sind von Konitsa aus verschiedene Wanderungen oder Spaziergänge bis hinein in das Pindos Gebirge möglich:

- Profitis Ilias ca. 15 Minuten
- Palia Klidonia ca. 20 Minuten
- Molivdodkepasti ca. 45 Minuten
- Trapeza ca. 20Minuten
- Ag.Varvara ca. 25 Minuten.

Bitte lesen Sie aus:

Die Konitsa Bogenbrücke über den Aoos Fluß
Bourazani - abenteuerliche Anreise über das Pindos Gebirge

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