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Herbstliche Wanderung entlang des Jablanica Zugs

  • Geschrieben von Portal Editor
Herbstliche Wanderung entlang des Jablanica Höhenzugs

Ein weiterer Zwischenaufenthalt auf dem Campingplatz Rino in Kallista am Ohrid See hatte zu Besuchen nach Vevčani, der "Republik" mit eigenem Pass und einer Karnevalshochburg auf dem Balkan geführt, das wundervolle Herbstwetter mit viel Sonnenschein hatte uns aber auch zu weiteren Bergtouren verführt.

So galt unsere Route dieses Mal der Erkundung des Jablanica Gebirges, das hier die Grenze zwischen Mazedonien und Albanien bildet.

Der Jablanica Bergzug erstreckt sich entlang der Grenze in Nord-Süd-Richtung nordwestlich des Ohrid Sees bis nach Debar. Es ist rund 50 Kilometer lang und erreicht Berghöhen von bis über 2000 Meter, der höchste Berg ist der Schwarze Stein (mazedonisch Crn Kamen, albanisch Gur i Zi) mit 2.257 Metern, etwa im Zentrum des Gebirges. Wir hatten von Vevčani aus schon einige Erkundungen vorgenommen, über die wir dann auch im Blog berichtet hatten.

Heute sollte es vom Campingplatz Rino über den Ort Višni nach Gorna Belica gehen, von wo es zwei Trails entlang des Jablanica Höhenzugs gibt, einen in Richtung des Grenzübergangs, der auch von Mountainbikern gern genutzt wird, der andere in Richtung des Schwarzen Steins, der auch an drei Bergseen oberhalb von Vevčani entlang führt. Gorna Belica ist ein Ort im Südwesten Mazedoniens auf bereits 1,460 Metern Höhe, rund zwölf Kilometer nordwestlich des Gemeindehauptorts Struga entfernt. Gorna Belica ist im Charakter eher als Ferienort zu beschreiben, denn ein über Jahrhunderte gewachsenes Bergdorf. Dieser Unterschied ist den vielen Ferienhäusern zu verdanken, die im Winter von Touristen aus der Region aber auch aus anderen Teilen des Landes gebucht werden. Gorna Belica ist über kurvenreiche Straßen entweder von Vevčani, Oktisi oder Višni erreichbar. Früher lebte im Ort eine aromunische Minderheit, die jedoch seit langem entweder ins tiefer gelegene Gorna Belica oder in die benachbarte Stadt Struga ausgewandert ist.

Wir durchfahren den Ort, der heute über eine zwar schmale aber doch asphaltierte Straße zu erreichen ist, gelangen dann auf der Schotterpiste bis zur Wegegabelung, wo auch ein kleiner Parkplatz für das Fahrzeug zur Verfügung steht. Von hier aus beginnen wir den mittlerweile gut markierten Wanderpfad bis hinauf zum Ezero See in etwa 6 Kilometern Entfernung, die die man gute 2 Stunden rechnen sollte.

Zunächst durch herbstlich farbenprächtig leuchtende Laubwälder geht es von etwa 1,500 Metern Höhe immer weiter hinauf, allerdings nicht stark ansteigend, so das auch der normale Wanderung durchaus dem Pfad folgen kann. Nach dem Verlassen der Laubwaldzone zwischen 1,600 und 1,700 Höhenmetern öffnet sich der Blick auf die umgebenden Berggipfel und auf den Pfad kurz unterhalb der Gipfellinie, der früher so stark kontrollierten Grenze zwischen Albanien und Mazedonien. Beide Staaten haben rund hälftigen Anteil am Gebirge, das im Osten zum Tal des Schwarzen Drin und dem Ohrid See abfällt, im Westen dagegen erhebt sich nach einem kleinen Tal der Bergzug des Shebenik, der fast gleich hoch ist. Die albanische Seite des Gebirgszugs ist zusammen mit dem etwas westlich gelegenen Berg Shebenik seit 2008 als Nationalpark geschützt.

Aber nun genug der Worte, bitte genießen Sie die Bilder entlang des Pfades am Jablanica Gebirge.

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