Die etwas andere Jeep Safari mit Ömer

Die etwas andere Jeepsafari!

Weit verbreitet als Funfahrt per Jeep findet man in den touristischen Hochburgen der Rivieraküste die sogenannten Jeep Safari Touren.

Wahrscheinlich hat fast jeder Türkeireisende zu Beginn seiner Türkeiaufenthalte schon einmal mit dem Gedanken gespielt doch eines Tages eine solche Fahrt mitzumachen.

Allerdings sind uns die doch sehr lautstark grölenden, mit Wasser um sich spritzenden Jeepinsassen eher als abschreckende denn animierende Expeditionstourteilnehmer aufgefallen. Wie soll denn mit so großer Gruppe eine Jeepsafari möglich sein, noch dazu wenn zu einem bestimmten Zeitpunkt ein obligatorisches und im Preis enthaltenes Mittagessen an einem vorbestimmten Restaurant eingehalten werden muss. 

Wir hatten die Möglichkeit an einer wirklichen Jeep Safari teilzunehmen, die abseits von vorbestimmten Routen nach dem Prinzip durchgeführt wurde, das der Fahrer aus Eigeninteresse an Umgebung und Natur und intuitiven Eingebungen die Route bestimmt. Ohne festen Tourplan und ohne feste Termine an Rastplätzen oder gar Restaurants. Natürlich ist eine solche Tour auch nur mit einem Jeep maximal möglich, was den Teilnehmerkreis absolut beschränkt. Dafür gab es Natur pur mit sensationellen Haltepunkten was Aussicht und Umgebung anging, mit Stopps an bislang kaum bekannten Orten, die allein einen langen Aufenthalt lohnen würden.

Auf die direkte Nachfrage teilte uns Ömer, der Fahrer und gleichzeitiger Anbieter dieser Jeep Safari ist, auch sehr konkret dazu das Folgende mit: Wie soll denn ein Safari Gast Spaß und Freude an der Jeep Safari haben, wenn der Fahrer weder Eigeninteresse an Natur und Landschaft hat, täglich die gleiche Strecke mit gleichen Haltepunkten fährt und wahrscheinlich auch noch die gleichen täglichen Witze machen muss. Langweilig und eintönig für Fahrer und Gast. Ich erfreue mich selbst am Grün der Natur, den Aussichten und Schätzen der Umgebung und so folge ich meinen Eingebungen was die Wegstrecke angeht nachdem ich eine Teilnehmergruppe zusammengestellt habe. Manchmal täglich, manchmal alle drei Wochen, aber niemals die gleiche Wegstrecke und häufig abseits der Piste.

Wir können diese Schilderungen nur bestätigen. Schon nach wenigen Kilometern außerhalb Manavgats ging es abseits jeder befestigten Strasse durch grüne Pinienwälder in Richtung Taurusgebirge. Ein leider zu dieser Jahreszeit völlig ausgetrocknetes Flussbett mit Sandbänken und Kiesbetten war Wegstrecke und Verbindung zur nächsten Piste, die uns auf etwa 600 Meter Meereshöhe brachte. Nun ging es immer entlang der Tauruskette mit herrlichen Ausblicken auf das Mittelmeer. Ein Stopp auf der anderen Bergseite ermöglichte wunderschöne Aussicht auf die Wasserflächen am Oymapinar. Weiter und höher ging es über Forstwege zur Ruine eines byzantinischen Tempels, der wie von Zauberhand, direkt im Grün am Wegrand auftauchte. Nicht weit davon entfernt gelangen wir sogar in die Ruinen einer Stadt, die nicht einmal namentlich bekannt ist. 

Fünf Stunden echter Wald- und Bergpisten vermittelten das Gefühl wirklichen Abenteuers und echter Natur. Weit weg von Zivilisation und befestigten Strassen war dies eine wirkliche Jeep Safari, die dem Wortsinn entspricht: abseits von Asphalt und inmitten der wunderbaren Natur des Taurus.

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