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Ürgüp – Ausgangsort für eine Talwanderung in Kappadokien

  • Geschrieben von Website Editor
Ürgüp – unser Ausgangsort für Talwanderungen in Kappadokien

Die türkische Kleinstadt Ürgüp mit seinen 15.912 Einwohnern liegt etwa 20 Kilometer östlich der zentralanatolischen Provinzhauptstadt Nevşehir und ist von dort über die gut ausgebaute Landstraße 767 leicht zu erreichen.

Etwa 60 Kilometer westlich von Ürgüp liegt die, unter anderem durch die Spezialität Manti bekannt gewordene Stadt Kayseri, die auch als Ausgangspunkt für den Wintersport am 3.917 Meter hohen Bergmassiv Erciyes gilt. Die türkische Hauptstadt Ankara befindet sich 260 Kilometer weiter nordwestlich. Auf einer Höhe von etwa 1150 Metern über dem Meer liegt Ürgüp zentral in der Region Kappadokien. Nahe der Stadt befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie z. B. die aus dem vulkanischen Gestein herausgewaschenen Feenkamine und andere beeindruckende geologische Steinformationen, sowie auch einige frühchristlichen Höhlenkirchen.

Ürgüp ist heute ein Einkaufszentrum für Teppiche und Handarbeiten aller Art aber auch der Weinanbau und der Weinhandel zeigen zunehmende Bedeutung. Aufgrund des ansteigenden Tourismus der letzten Jahre haben sich eine Reihe von Hotels angesiedelt, insbesondere aber genießen die Cave Houses (Höhlenhotels) einen besonderen Ruf unter den Gästen der Region. Wer hat denn schon einmal in einer zwar bearbeiteten und komfortabel eingerichteten, aber ansonsten „natürlichen Felsenhöhle“ die Nacht verbracht.

Hier erfuhren wir dann auch einige Details zum Weinanbau in der Region Ürgüp, der auf dem äußerst fruchtbaren vulkanischen Boden betrieben wird. Im Unterschied zu den bekannten Weinstöcken anderer Regionen wird hier die Weinpflanze allerdings nicht hochgezogen sondern verteilt sich, mehr in Buschform, am Boden. Winzereinen öffnen bereitwillig ihre Pforten wenn Besucher kommen. Meist nur an einem Hinweisschild als Sarap Fabrikasi gekennzeichnet, gibt es viele kleine Familienbetriebe in der Region. Einzig große Weinfabrik ist Turasan, die jährlich etwa 2.000.000 Liter keltern und in den Tuffsteinkellern zum Reifen (6 – 18 Monate) lagern. Ähnlich der menschlichen Höhlen werden große Kellerräume in den Fels geschlagen, mit luftdichten Schotten versehen und der Wein zum Lagern eingefüllt. Die starke Nachfrage nach Weinen der Region hat dazu geführt, das mittlerweile Trauben in Ostanatolien zugekauft und mit gekeltert werden.

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