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Weihnachtsmarkt - in Bremen etwas anders!

Weihnachtsmarkt in Bremen

Wieder einmal bringen uns diverse Termine hoch in den Norden, bis in die Hansestädte nach Bremen und Hamburg geht es diesmal.

Als wir uns dann zwecks eines Kurzbesuchs in der Bremer Innenstadt auch noch mit unserer bereits bekannten "Stadtführerin" Laura verabreden können,

war auch der Kurztrip zum Bremer Weihnachtsmarkt schnell telefonisch abgeklärt, der sich dann auch noch mit der etwas außergewöhnlichen Konzeption eines "Bremer Weihnachtsmarktes" in Verbindung mit dem Schlachte-Zauber zeigte. Aber dazu gleich mehr.

Wie in vielen Städten wird auch in Bremen zum Ende November ein Weihnachtsmarkt mit seinen Ständen und Buden rund um den Bremer Marktplatz, den Bremer Roland und dem Domshof aufgebaut. So entsteht jährlich eine Budenstadt von rund 200 Ständen, die neben dem Allerlei der Weihnachtsdekoration in jeder erdenklich Form und Gestalt vor allem für das leibliche Wohl der Gäste sorgen. Die Besucher – groß und klein – finden auf dem Weihnachtsmarkt Bremen ein fantastisches Ambiente mit Lichterketten, Kerzen- und Fackelschein sowie viele traditionelle und kulturelle Attraktionen. Mit seinen handgeschnitzten Krippen und Weihnachtspyramiden stimmt der Weihnachtsmarkt unvergesslich auf die bevorstehenden Festtage ein. Auch das Vergnügen selbst kommt nicht zu kurz, gibt es doch zahllose Fahrgeschäfte, Zelte und Verkaufshallen. So wird die historische Innenstadt zwischen dem 28. November und dem 23. Dezember wieder mit Leben gefüllt sein.

Wir parken das Auto etwas außerhalb der historischen Altstadt und überqueren die Weser über die Langemarckstraße, wählen nun den Weg durch die Innenstadt zum Rathausplatz. Unmittelbar ist das ungewohnte "Achtung" wieder da: in Bremen achte man mehr auf die schnellen Radfahrer, denn auf die Autofahrer. Radfahrer sind hier eindeutig das größere Unfallpotential.

Vor der Kulisse des Alten Rathauses, im Stil der Gotik und Weserrenaissance, findet alljährlich der "Historische Weihnachtsmarkt Bremen" statt, der als einer der schönsten im Lande gilt. Direkt gegenüber liegen der Schütting und der Bremer Roland. Zur rechten und zur linken Seite befinden sich der Bremer Dom und die berühmte Bronzeplastik der Bremer Stadtmusikanten. Rund herum entsteht ein zauberhaftes Dorf aus festlich geschmückten Ständen, die die Vorfreude auf Weihnachten steigern. Darunter einige Stände, die zum ersten Mal ihr Angebot in Bremen feil bieten. Ob Kunsthandwerk, Pralinen, Wollwaren oder Kerzen, der Weihnachtsmarkt bietet den erwarteten 1,5 Millionen Besucher jede Menge Inspirationen für das so genannte Fest der Liebe. So sind auch wir schnell mit eingebunden in das bunte Marktgeschehen.

Ursprünglich befand sich der Weihnachtsmarkt nur auf dem Marktplatz zwischen Rathaus, Dom und Bremer Roland. Im Laufe der Zeit wurde das Gebiet auf den Domshof, die Flächen um die Liebfrauenkirche (Bremen) und den unmittelbar anschließenden Teil der Obernstraße, den Hanseatenhof, Ansgarikirchhof sowie im Jahre 2004 um den mittelalterlich anmutenden Schlachtezauber erweitert. Die Öffnungszeiten sind täglich von 10 bis 20:30, sonntags ab 11 Uhr. Der Abbau findet am Abend des 23. Dezember statt, so dass Besucher am 24. Dezember oft von dem leeren Marktplatz überrascht sind, dem dann die weihnachtliche Stimmung fehlt. Rund um das Rathaus herum führt uns der Rundgang, hier eine Leckerei, dort einmal probieren und überall herrliche Düfte, die zum Naschen verführen. Fasziniert sind wir von den frittierten Apfelvierteln, die mit Zimt bestreut und mit Vanillesoße übergossen in einer großen Eiswaffel serviert werden. Allein dieser Duft haftet lang in der Nase.

Kein Weihnachtsmarkt ohne Weihnachtsmann, das gilt auch für Bremen: täglich liest dieser um 15.30 Uhr auf der Bühne des Weihnachtsmarktkalenders auf dem Hanseatenhof eine Geschichte vor. Außerdem hat er bereits Geschenke dabei. Wer ein Gedicht aufsagt oder ein Lied vorträgt, kann den Weihnachtsmann und das Publikum sicherlich besonders beeindrucken. Wer die Bremer Stadtmusikanten einmal persönlich treffen will, hat dazu täglich um 17 Uhr Gelegenheit. Dann wird das Märchen von Schauspielern des Theaters Interaktiwo auf dem Hanseatenhof aufgeführt. An jedem Nachmittag, zu einer festen Zeit, werden kleine Überraschungen verteilt, wobei jeweils Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft um Mithilfe gebeten werden. Mitwirkende sind oftmals auch Musiker und Schauspieler des Ernst-Waldau-Theaters.

Nachdem wir uns bei einer heißen Erbsensuppe aus der Gulaschkanone ein wenig gestärkt haben, geht es in Richtung Weser zurück zur Weserpromenade durch den Schlachte-Zauber. Wir mussten gestehen, nie zuvor davon etwas gehört zu haben, waren dann umso mehr überrascht, das es vom Weihnachtsmarkt fast ansatzlos in den Schlachte-Zauber überging. Unzählige Darbietungen rund um die Historie, den Winter und das maritime Leben sind hier zu bestaunen. Das traditionelle, bremische Handwerk wird kunstfertig präsentiert und in den mittelalterlichen Schankstuben des historischen "Freibeuterdorfe der Fogelvreien" können sich die Besucher bei kräftigenden Speisen und Spezialitäten wie gebratenem Fleisch und Fisch sowie heißen Cocktails auf die blaue Stunde einstimmen. Es gibt eine Vielzahl interessanter Angebote, die von Holzprodukten, Töpferwaren bis hin zu Seilen reichen. Dazu die tolle Kostümierung der Marktstandbetreiber in ihren mittelalterlichen Bekleidungen.

Zunächst doch etwas verwundert ob denn die Verbindung des maritimen Mittelaltermarkts zum Weihnachtsmarkt passen kann. Der zunehmende Strom der Besucher gegen Nachmittag sprach aber eindeutig für das Konzept. Einige Besucher hatten sich bereits in wärmende Decken gekuschelt und warteten der Dinge die da kommen werden. Zur Dämmerung wird nämlich die Schlachte in märchenhaft blaues Licht getaucht.

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