Hängebrücke - Attraktives Wanderziel Hohe Schrecke

Hängebrücke - Attraktives Wanderziel auf der Hohen Schrecke

176 Meter lang, nur 85 Zentimeter breit und 25 Meter über dem Bärental: Die noch „junge“ Hängeseilbrücke über das Bärental ist eine wirkliche Attraktion in der Hohen Schrecke.

Wir waren mit den Rädern schon einige Male auf der Hohen Schrecke unterwegs, hatten auch schon die Hinweisschilder auf die kleine Ortschaft Braunsroda gesehen, müssen aber zu unserer Schande gestehen, dass wir es bislang noch nicht bis dorthin geschafft hatten. Nach unserem Besuch der Wasserburg bei Heldrungen war es dann ein erster Besuch in Braunsroda, der aufgrund des hohen Andrangs aber doch nicht bis zur Hängebrücke geführt hatte. Die Entdeckung dabei: es gibt zwei herrliche Rundwanderwege, die letztendlich auch über die Hängebrücke über das Bärental führen.

Wanderparkplatz am Ortseingang Braunsroda

b_450_450_16777215_00_images_deutschland_thueringen_braunsroda-seilbruecke-1.jpgWenn wir Ihr Interesse schon mit dem Einstieg gewinnen konnten (unser Versprechen, es lohnt sich absolut, gerade auch mit Kindern), der sollte den Wandereinstieg zur Brücke vom Wanderparkplatz in Braunsroda beginnen. Dieser ist direkt über die „Bismarck-Allee“ zu erreichen, indem man vor dem Ortsbeginn Braunsroda rechts einbiegt. Der empfohlene Rundwanderweg zur Hängeseilbrücke ist der so genannte „Enzian Wiesenweg“, der über etwa 7 km Rundweg über Streuobstwiesen und lichte Laubwälder bis zur Hängeseilbrücke und durch den Wald wieder zurück nach Braunsroda führt. Bei entspanntem Tempo ist man ca. 2 Stunden unterwegs.

Wem dies noch nicht genügt, der kann auf der anderen Seite der Hängeseilbrücke weiterwandern und über den "Kleinen Hohe Schrecke Rundweg" die Runde zum Wanderparkplatz vollenden. Der kleine Rundweg erstreckt sich über 13 km und führt durch einige der beliebten Wildnis Gebiete der Hohen Schrecke. Natürlich kann es auch wesentlich weiter gehen, so bis in das beschauliche Bergdorf Garnbach, wo ein weiterer Wanderrundweg beginnt.

b_450_450_16777215_00_images_deutschland_thueringen_braunsroda-seilbruecke-2.jpgDie im letzten Jahr fertiggestellte Hängeseilbrücke überspannt nun das Bärental mit einer 180 m langen Stahl- und Holzkonstruktion und bildet somit auch den Einstieg in die Wildnis des Alten Buchenwaldes. Als Beginn des Thüringer Urwaldpfades der Hohen Schrecke bietet die Brücke auch einen herrlichen Ausblick über das Bärental. Folgt man dem beschilderten Urwaldpfad so gelangt man zu den Urwaldperlen im Wiegental und Rabenswald.

Der Vereins Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft e.V. hat sich bewusst für diese Konstruktion einer Hängebrücke aus Stahl und Holz entschieden, so ist die Brücke gleichzeitig auch Baumkronenpfad und Aussichtspunkt. Sie bricht zwar keine Rekorde, fügt sich stattdessen sanft ein in die sie umgebende Natur. Und wer sich einmal über die schwankenden Planken der Brücke traut, kann sich die urwüchsig-wilden Laubwälder der Hohen Schrecke von oben ansehen. Die Hängeseilbrücke ist ab der Einweihung am 01. Oktober 2019 als Wanderziel ab Braunsroda und Reinsdorf mit grünen Wegweisern „Zur Hängeseilbrücke“ ausgeschildert.

Die Brücke selbst kostet keinen Eintritt. Sie ist frei zugänglich und ganzjährig geöffnet. Mit der erhobenen Parkgebühr am Wanderparkplatz von 3,- € - 5,- € pro Auto wird der Unterhalt der Hängeseilbrücke unterstützt.

Verein zum Erhalt des Naturgebiets Hohe Schrecke

b_450_450_16777215_00_images_deutschland_thueringen_braunsroda-seilbruecke-4.jpgEin großes Ziel des Vereins Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft e.V. ist die naturverträgliche Entwicklung der Region hin zu einem beliebten Erholungs- und Ausflugsziel. Viele Maßnahmen wurden dazu, auch mit tatkräftiger Unterstützung der Einwohner und Unternehmen vor Ort, in den letzten Jahren bereits initiiert und umgesetzt, nicht zuletzt die Entwicklung eines attraktiven Rad- und Wanderwegenetzes. Um weiter als interessante Region wahrgenommen zu werden, ist es erforderlich, touristische Höhepunkte zu schaffen. Solche Anziehungspunkte ermöglichen auch eine Besucherlenkung, um sensible Waldbereiche zu entlasten.

Dazu dient als ein weiterer Baustein der nachhaltigen Tourismusentwicklung die Hängeseilbrücke im Bärental wie auch der Rundwanderweg von Garnbach aus, denn folgt man den beschilderten Urwaldpfad so gelangt man zu den Urwaldperlen im Wiegental und Rabenswald.

„Erleben Sie mit unseren Zertifizierten Natur- und Landschaftsführern die Hängeseilbrücke, das Bärental und die Besonderheiten der Natur in der Hohen Schrecke. Im Kalender finden Sie alle öffentlichen Wandertermine und Veranstaltungen. Besonders zu empfehlen ist die Schnupperwanderung zum Bauernmarkt in Braunsroda, jeden ersten Samstag der Monate April – Dezember,“ so der touristische Flyer, den wir vor Ort vorgefunden hatten. Und völlig richtig, ein touristisch interessantes Wandergebiet, das auch die weite Anreise lohnt.

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