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Chimera - Flammen schlagen aus dem felsigen Boden

Chimera - Flammen schlagen aus dem felsigen Boden

Chimera oder lateinisch Chimaira („brennender Stein“) ist seit der Antike ein Ort bei Kemer / Olympos in Lykien bekannt, an dem noch heute ein seltenes, Jahrtausende altes Naturphänomen zu beobachten ist: 

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Vlora - Namen deuten auf die wechselhafte Geschichte hin

Vlora – die Namen deuten auf die wechselhafte Geschichte hin

Vlora - Auf dem Weg in den Süden Albaniens gelangten wir über Tirana und der Hafenstadt Durres bis nach Vlora, einer bedeutenden Küstenstadt mit dem Sitz verschiedener Behörden des gleichnamigen Qark oder zu Deutsch Bezirks, der das nähere Umland und die Albanische Riviera sowie die Regionen von Saranda und Delvina umfasst.

Auch Vlora ist eine uralte, traditionsreiche Hafenstadt, die an der Straße von Otranto liegend, die engste Stelle der Adria und damit den kürzesten Weg nach Italien darstellt. Die Bucht von Vlora und die Strände in Stadtnähe sind beliebte Ziele von Touristen. An deren Ausgang, rund 15 Kilometer westlich der Stadt, liegt Sazan, die einzige große Insel Albaniens. Bis nach Italien sind es von hier nur etwa 90 Kilometer. Titelbild dankenswerterweise von: Simon Pinargenti

Antike Mauern im Stadtbild von Vlora

Dank ihrer strategischen Lage am Eingang zur Adria war die Bucht von Vlora, die einen natürlichen Hafen bildet, ein von vielen Völkern begehrter Handelsplatz. Schon der Name der Stadt in den verschiedenen Sprachen, deutet auf die wechselhafte Geschichte der Stadt hin: so heißt Vlora im Griechischen Av̱ló̱na, im Italienischen Valona und im Türkischen Avlonya. Für die Entwicklung der Stadt in der Antike ergibt sich mittlerweile diese Abfolge: ein Ortswechsel von Treport nach Vlora um das 1. Jahrhundert v. Chr. und große Zuwanderungen im 6. Jahrhundert n. Chr.

b_450_450_16777215_00_images_albania_vlora_apollonia-1.jpgZunächst bestand eine Siedlung, sieben Kilometer nordwestlich, nahe der Spitze der Halbinsel Treport. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde hier bereits gegraben, aber erst seit den Ausgrabungen durch Vasil Bereti um 1990 lassen sich verschiedene Phasen der Besiedlung vom 7. Jahrhundert v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert v. Chr. nachweisen. Reste einer 600 Meter langen, parallel zur Küste verlaufenden Befestigungsmauer wurden freigelegt. Die Stadt, als deren Name Daulia vermutet wird, erlebte ihre Blüte zwischen dem 4. und 2. Jahrhundert v. Chr. Das zur selben Zeit zur Hauptstadt eines wenige Kilometer entfernt im Inland siedelnden Illyrerstammes ausgebaute Byllis hatte mit Daulia seinen nächsten Hafen. Der Ort war im 1. Jahrhundert v. Chr. aufgegeben.

Römische Quellen aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. erwähnen eine Zwischenstation auf der Handelsroute entlang der Küste zwischen Dyrrhachium und Buthrotum. Seit 1988 in der Nähe der Muradie-Moschee in der Altstadt Teile einer Stadtbefestigung aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. ausgegraben wurden, wird dieses römische Aulon an der Stelle der heutigen Stadt vermutet. Im 5. Jahrhundert wurde Aulon innerhalb dieser Festungsmauern Bischofssitz. Unter Kaiser Justinian (527–565) wurden die Mauern verstärkt. Eine Zuwanderung nach Vlora erfolgte aus dem im 6. Jahrhundert aufgegebenen Apollonia, wo neben Durres der zweite Startpunkt der Via Egnatia lag.

Osmanische Herrschaft im Mittelalter

b_450_450_16777215_00_images_geschichte_evliya_celebi.jpg1537 wurde die Stadt unter Süleyman I. durch Festungsmauern in Form eines Achtecks mit 90 Meter Kantenlänge gesichert, teilweise mit Baumaterial aus dem antiken Daulia. Im Innern befand sich auch ein mächtiger Rundturm; bis im Jahr 1906 alle Befestigungen abgerissen und das Material für den Bau der Hauptstraße zum Hafen verwendet.

Von den Türken wurde die Stadt mit Beginn ihrer Herrschaft Avlonya genannt. Der französische Adelige Jean Carlier de Pinon beschreibt in seinem Werk Mon voyaige en Levant, faict l’an 1579 (Meine Reise in die Levante, gemacht im Jahr 1579) die Stadt Vallona, heute Vlora, die von muslimischen, christlichen und jüdischen Familien bewohnt ist. Laut seinen Angaben hatte Vlora zu dieser Zeit fünf Moscheen mit weißen Minaretten. Der Hafen wurde von vielen Piraten aus der Umgebung genutzt. 1638 drang eine tunesisch-algerische Korsarenflotte in die Adria ein und zog sich in den osmanischen Hafen von Vlora zurück. Eine venezianische Flotte beschoss die Stadt, kaperte die Piratenflotte und befreite 3600 Gefangene.

vlora albanien 020Evliya Çelebi beschrieb Vlora und die nähere Umgebung im November 1670 ausführlich. Innerhalb der befestigten Stadtmauern gab es rund 300 Lehmhäuser und einen Marktplatz. Außerhalb der Stadtfestung verteilten sich rund 1.000 weitere Steinhäuser – zum Teil mehrstöckig – auf eine begrünte Ebene. Es wurden dort zahlreiche verschiedene Früchte und Pflanzen großflächig angebaut.

Im September 1690 ging Vlora an die Republik Venedig und 1691 wieder an die Osmanen. Unter osmanischer Herrschaft entwickelte sich Vlora – nunmehr türkisch Avlona – zur wichtigsten Hafenstadt im Bereich Albaniens und profitierte vor allem vom Handel mit Ragusa.

1810 konnte Tepedelenli Ali Pascha die Stadt für kurze Zeit seinem Herrschaftsgebiet angliedern, bis der osmanische Sultan 1822 Vlora wieder zurückeroberte, als Ali Pascha einem Mordanschlag zum Opfer fiel.

Vlora - Neuzeit und Entwicklung in der Moderne

vlora albanien 022Das Stadtzentrum von Vlora heute liegt etwa einen Kilometer vom Ufer des Meeres entfernt. Innenstadt und das Hafengebiet Skela sind aber schon seit Jahrzehnten zusammengewachsen. In Skela befinden sich auch wichtige Einrichtungen wie die Universität und das Fußballstadion. Der Siedlungsbereich der Stadt reicht auch weiter nach Süden am Ufer der Bucht entlang bis nach Ujë i ftohtë. Im Westen der Stadt befinden sich größere Industrie- und Hafenanlagen.

Das Stadtgebiet von Vlora ist eingebettet zwischen dem Meer, der Lagune von Narta und Hügeln, den Ausläufern des Küstengebirges. Die Shushica fließt nur wenige Kilometer östlich an Vlora vorbei und mündet beim Dorf Armen in die Vjosa. Ab Vlora nach Norden erstreckt sich die etwa 150 Kilometer lange Küstenebene Albaniens. Im Süden auf der anderen Seite der Bucht erhebt sich die Halbinsel Karaburun auf über 800 Meter Meereshöhe. Die Hügel im Osten der Stadt sind Ausläufer des Ceraunisches Gebirges, das südlich von Vlora Höhen von mehr als 2000 Metern erreicht.

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