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Das Zasavica Moor - Ansichten von der Farm Zasavica

Zasavica Moor - Blick von der Farm Zasavica

Zasavica ist ein Moorgebiet in der Region Mačva, im mittleren Westen von Serbien. Mit Obedska Bara und Carska Bara ist die Zasavica eines der wichtigsten Naturschutzgebiete und eines der letzten authentisch erhaltenen Sumpfgebiete in Serbien. In den...

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Das Pergamonmuseum auf der Museumsinsel Berlin

Das Pergamonmuseum in Berlin

Pergamon - Natürlich haben wir uns schon oft Gedanken gemacht, ob denn die Ausstellung von Kulturgütern in Museen grundsätzlich Sinn macht, noch dazu wenn es Kulturgüter aus fremden Ländern sind.

Natürlich kommt immer wieder der Diskussionspunkt auf, ob es denn richtig ist, Kulturgüter weit entfernt vom ursprünglichen Standort als „Beutestücke“ oder als „gerettetes Kulturgut“, wie auch immer die Sichtweise des Einzelnen ist, zu präsentieren.

Die Diskussionen darüber werden sicherlich noch andauern und Streitigkeiten diesbezüglich sind vorprogrammiert. Das Positive darin ist, endlich wächst das grundsätzliche öffentliche Interesse am Erhalt.

Pergamon - Raubkunst und / oder Schutz vor Zerstörung und Verlust

pergamon museum berlinMagnesia, Pergamon, Didyma, Hierapolis und viele weitere Orte wären heute sicherlich komplett verschwunden, wenn es nicht Menschen wie Carl Humann gegeben hätte, die sich um Ausgrabungen und Sicherstellungen gekümmert haben. Tonnenweise ist besonders im 18. und 19. Jahrhundert das wirklich edle Marmor der antiken Städte zur Kalkgewinnung einfach verbrannt worden. Welche Schätze sind damit verloren gegangen. Und noch immer ist die Zerstörung in vielen Regionen in vollem Gang.

Nach etlichen Jahren unserer Reisen durch die Türkei können wir ganz klar sagen, wie gut, das es Leute wie Humann, Hallerstein und Amelung gegeben hat, die Kulturgüter zumindest teilweise vor der Zerstörung bewahren konnten. Wie gut auch, das es Plätze gab und gibt, die helfen, diese Kulturgüter zu schützen und zu bewahren selbst wenn kriegerische Auseinandersetzungen dies fast als unmöglich erscheinen lassen.

Dank also an Carl Humann und Dank an das Pergamon Museum!

In den Jahren 1897 – 99 konnte der erste Komplex des Pergamonmuseums durch den Architekten und Baumeister Fritz Wolff errichtet werden. Zur Eröffnung im Jahr 1901 wurde zur Ehrung des Archäologen Carl Humann ein Bildnis feierlich enthüllt, denn Humann war eine der Antriebspersonen zur Bau und damit zur Unterbringung seiner eigenen Funde aus Pergamon, Priene und Magnesia. Leider musste bereits 1908 das Gebäude wieder abgerissen werden, da es starke Setzungen im Boden gegeben hatte.

Wilhelm von Bode - Generaldirektor der königlichen Museen

berlin museumsinsel 6Bereits seit 1906 gab es Planungen zum Ersatz des ersten Museums durch Wilhelm von Bode, der seit 1905 Generaldirektor der königlichen Museen war. Bedeutende Monumentalfunde in Babylon, Uruk und Assur hätten die Unterbringung im ersten Pergamonmuseum aufgrund der Größe sowieso nicht mehr ermöglicht. Im neuen, größeren Museum sollte neben der antikenArchitektur im Nordflügel auch die deutsche Kunst der Nachantike und im Südflügel die Islamische Kunst-Abteilung untergebracht werden. Alfred Messel war der Architekt, der das Gebäude in neuklassizistischem Design entwarf. Da Messel bereits im Jahr 1909 verstarb, übernahm sein Freund, der Baustadtrat Ludwig Hoffmann, die Bauausführung.

Ludwig Hoffmann entwickelte zusammen mit Theodor Wiegand die Konzeption zur Präsentation der Säulenaufbauten aus Priene, Magnesia, Milet und Pergamon in einem Saal sowie die Konzeption zur Präsentation zur Aufnahme des Pergamonaltars und dem Markttor von Milet in einem weiteren Saal.

Trotz des Baubeginns bereits im Jahr 1910 konnten, bedingt durch den Ersten Weltkrieg 1914 – 18, die Novemberrevolution 1918 und die Inflation 1922 / 23, die Bauarbeiten nicht abgeschlossen werden. Erst im Jahr 1930 konnten alle drei Flügel des Museums fertig gestellt und die Museen eröffnet werden.

Rückgabe der Beutekunst an die DDR

berlin museumsinsel 5Bereits während der ersten Luftangriffe wurde auch das Pergamonmuseum getroffen, später sogar schwer getroffen. Glücklicherweise hatte man eine Vielzahl der Monumentalstücke sicher eingemauert und die meisten Ausstellungsstücke an andere Orte ausgelagert. Als Kriegsbeute hatte am Ende des zweiten Weltkriegs dann die Russische Armee große Teile der Ausstellungsstücke nach Moskau und Leningrad geschafft, da dort ein großes Siegesmuseum für Stalin eingerichtet werden sollte. Erst im Jahr 1958 gab Moskau große Teile des Bestandes an die DDR zurück, so das auch der Pergamonaltar wieder in seiner Form des Jahres 1930 aufgebaut werden konnte. Vieles an ehemaligen Bestand des Museums ist allerdings verloren gegangen, im Flakbunker Fiedrichshain verbrannt oder noch immer in den Museen von Moskau, hier meist im Puschkin Museum, und in der Eremitage in Sankt Petersburg untergebracht.

Das gilt auch für den Schatz des Priamos, der trotz vertraglicher Festlegung zwischen Russland und Deutschlandim Jahr 1990 noch immer nicht zurück gegeben wurde, verhindert durch das russische Parlament und den Direktoren der Museen in Moskau.

Seit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wird an einem Masterplan zur Verbindung der Einzelmuseen gearbeitet, so soll das Pergamonmuseum durch eine Archäologische Promenade mit dem Bode-Museum, dem Neuen Museum und dem Alten Museum verbunden werden. Der Kölner Architekt Oswald Mathias Ungers konnten den Architektenwettbewerb zur Umgestaltung der Museumsanlage auf der sogenannten Berliner Museumsinsel gewinnen.

Heute sind im Pergamonmuseum Teile der Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst untergebracht und werden von Besuchern stark frequentiert, so kamen allein im Jahr 2007 1.135.000 Besucher ins Pergamonmuseum.

Die Highlights sind hier ganz klar:

-          der Pergamonaltar
-          das Markttor von Milet
-          das Ischtar-Tor und die Prozessionsstrasse von Babylon
-          die Mschatta-Fassade

Zur Zeit gibt es ein absolutes Highlight zusätzlich: Der Architekt der Illusionen Yadegar Acisi hat ein 360° Panoramabild des antiken Pergamon entworfen, so das für den Besucher der Eindruck entsteht, er befände sich in der Mitte der antiken Metropole. Aber besuchen Sie diese Ausstellung selbst!

Wo sonst? Im Berliner Pergamonmuseum ist nun das ganze „Panorama der antiken Metropole“Pergamon zu sehen / von Frank Kallensee

BERLIN - Wenn es denn so war, war es eine Liebesgabe. Als Ersatz für die 47 vor Christus abgebrannte Bibliothek von Alexandria sollen Ägyptens Königin Kleopatra 200 000 Schriftrollen aus Pergamon verehrt worden sein. Von ihrem Galan Marcus Antonius, der damals im Osten des Römischen Reiches das Sagen hatte. Ob sich das tatsächlich so abgespielt hat oder ob es doch nur eine der Propaganda-Enten des späteren Kaisers Augustus war, muss offenbleiben. So oder so illustriert diese Geschichte aber den Rang, der Pergamon unter den Kulturkapitalen der Antike zugesprochen wurde. Und dieser Rang wird jetzt ein Jahr lang dort gefeiert, wo Pergamon für die Welt zum Begriff geworden ist: im Berliner Pergamonmuseum.

Kunst aus dem Depot: Panorama der antiken Metropole

berlin museumsinsel 1Erstmals, nachdem der Archäologie-Autodidakt Carl Humann 1878 die Gigantenkampf-Friese des berühmten Altars aus der kleinasiatischen Erde geborgen hat, sind nun historische Artefakte und wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem „Panorama der antiken Metropole“ komplettiert. Zwei Weltkriege, ein Kalter Krieg, eine deutsche Teilung hatten eine solche Ausstellung bislang verhindert. Möglich wurde sie mit 1,6 Millionen Euro, die das Bundesforschungsministerium für das Projekt „Berliner Skulpturennetzwerk“ überwiesen hat.

Skulpturen sind mithin auch jede Menge zu begucken. Noch nie gezeigte aus dem Depot, aber auch Leihgaben wie die vier „Kleinen Gallier“ aus Neapel, die von der militärischen Gewalt des pergamenischen Herrschergeschlechts der Attaliden zeugen. Den ungleich bekannteren „Sterbenden Gallier“ werden die Kapitolinischen Museen aus Rom noch nach Berlin liefern. Bereits vor Ort (und ebenfalls aus Neapel angereist) ist die phänomenale Büste des Philetairos, dessen Karriere als General Alexanders des Großen begann und als Reichsgründer Pergamons endet.

Seine Erben brachten dann die Stadt und das Land drum herum voran. Wie, bestätigt natürlich am besten der unter Eumenes II. ab 170 vor Christus errichtete Zeus-Altar. Dass aber auch in Palästen und Tempeln nicht gekleckert wurde, lassen ein feines „Papageienmosaik“ oder die Statue der mit einer Kreuzbandägis gewappneten Athena vermuten. Letztere gehörte neben Dionysos und der Göttermutter Kybele zu den „Stadtheiligen“ Pergamons. Der Besucher begegnet dieser Dreifaltigkeit, nachdem er einen weißen Licht-Würfel passiert hat, an dessen Wänden die Stammbäume des gesamten griechischen Olymps zu studieren sind. Es gibt viel zu studieren!

Von bürgerschaftlichem Selbstbewusstsein und gehobenem Geschmack künden derweil die exquisite Keramik und die edel in Marmor gemeißelten Gewandfalten jener Plastiken, die das Gymnasion zu einer auch ästhetisch ansprechenden Erziehungsanstalt gemacht haben dürften.

Garantiert überwältigend - Blick auf die Welt Asisis

berlin museumsinsel 2Zugegeben, die meisten Stücke haben die Zeitläufe versehrt. Doch vor die „Trümmerschau“ ist hier etwas geschaltet, das den Ausstellungstitel ganz wörtlich nimmt und die Fragmente einordnen hilft: ein Panorama nämlich. 23 Meter hoch, 103 Meter lang und 360 Grad rund, erlaubt es einen Blick auf Pergamon, wie es an einem Frühjahrstag des Jahres 129 ausgesehen hat. Der Berliner Architekt und Maler Yadegar Asisi, der bereits in Leipzig und Dresden Panometer betreibt, hat es auf eigene Kosten im Hof des Pergamonmuseums installiert. Ein Kitschmix aus Werner Tübke und Architekturzeichnung mögen manche unken. Kann sein. Überwältigend ist es trotzdem.

Bitte lesen Sie auch:

Kleiner Stadtrundgang Berlin - als Tagesausflug

Yadegar Asisi - Architekt des Großpanoramas Pergamon

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